Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

Der Wechsel – Wechselspiel – Wir + Fünf – 4

und finden Jochen abgewandt auf dem Boden sitzend eine schwarze Folie anstarrend, die vor ihm liegt.

„Das war‘s für dieses Mal“, Jochen bewegt langsam den Kopf hin und her. „Pech gehabt. Ich hoffe nur, der Minkow hat ausreichend aufgezeichnet. Wo hast du ihn, Starf?“

„Unterm Bett im Schlafraum. Schon unterwegs!“

„Und zieh dir was an!“

„O.K. Boss!“

Jochen wendet sich zur Tür und sieht Suzan.

„Ach, doch neugierig?“

„Muss an meinem Onkel liegen, der auch mit Transmittern …“

„Wieso Transmitter? Siehst du hier etwas dieser Art?“

„O.K., das Ding, welches hier vorhin noch stand, hing … schwebte … was weiß ich, Silvie hat es auch gesehen …“

„Scheint so, und anscheinend nicht nur das.“ Jochen macht einen resignierten Eindruck.

Im nächsten Moment jedoch grinst er, Suzan zuckt zusammen und fährt sichtlich erschrocken herum. Wir sehen Silvie in der Türöffnung stehen, haben sie ebenfalls nicht bemerkt.

„Meine Güte hast du mich erschreckt!“ Suzan lehnt sich erleichtert an die Wand, „wie kannst du dich nur so anschleichen? Erst die Hysterikerin spielen und Panik verbreiten, und einen dann beinahe zu Tode erschrecken!“

Ausgerechnet Suzan muss sich darüber wundern …

„Erstens keine Lust den Wächtern alleine zu begegnen, zweitens habe ich mit Starf noch etwas zu klären und drittens bin ich tatsächlich geschlaucht. Außerdem dachte ich mir, bekommt er euch zuerst zu fassen; und … ich bin ihm schon einmal entkommen.“

Jochen rollt mit den Augen. „Und genau das sollte dir zu denken geben. Du bist Opfer einer Projektion. Wie du siehst, ist das Objekt nicht mehr hier, und auch kein Teufel. Die Projektion hatte genau den Zweck, dich abzuhalten bevor es wechselt.“

„Interessante These, reimt sich aber nicht“, Starf betritt den Raum, hat sich angezogen, geht an Silvie vorbei zu Jochen, gibt ihm den Minkow, dreht sich um, kommt zurück, und gesellt sich zu den beiden Frauen.

„Doch den Schutz der Kabine verlassen?“, Starf schaut Silvie an, die ihm eine Fratze schneidet.

„Hast du eine bessere Idee Bruderherz?“, Jochen betrachtet, wieder von den anderen abgewandt, das Messgerät in seinen Händen.

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