Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

Der Wechsel – Verwechslung – Silvie + Drei – 2

verbringen. Es schien, als hätte Starf das Appartement nur für einen vorübergehenden Aufenthalt bezogen. Was sie hier vorfand, war weit weniger als der übliche Standard den ein neu angeschlossenes Appartement bot.

Sie ging weiter, um sich die beiden letzten Räume anzusehen. Der eine so verwaist wie die hinter ihr liegenden, und der andere … fast leer. Sie blieb in der Türöffnung stehen und betrachtete verwundert das Ding in der Mitte des Zimmers. Fasziniert starrte sie auf das pulsierende Leuchten, als plötzlich ein hoher Ton den Raum erfüllte und ebenso abrupt wieder verklang. Inmitten des leuchtenden Ringes nahm sie nun ein Bild wahr. Sie konnte nicht gleich erkennen was es darstellte. Dann stürzte sie los. Panik ergriff sie. Jetzt nicht stolpern. Sie rannte zum Ausgang, weiter zum Rundherum, und stieg in eine der wartenden Kabinen.

Ostausgang!“, schrie sie in den verspiegelten Raum, nahm ihren Rucksack ab und packte die Pumpgun aus. Ihr Puls raste. Wo war sie hier hineingeraten? Ein dumpfes Knallen erklang, wie in weiter Ferne. Noch einmal. Und wieder. Drei Explosionen? Verdammt! Sie brachte die Pumpgun in Anschlag, drückte sich gegen die Rückwand der Kabine und wartete zittrig bis sich die Tür öffnete.

Vor ihr stand Starf. Beinahe hätte sie sich auf ihn gestürzt … um ihn zu umarmen … vor Erleichterung. Die beiden anderen waren auch da.

„Na … so was! Hallo … Herr Arfankel! Lange … nicht gesehen! Und … zu dritt … jaja!“, sagte sie mit leicht bebender Stimme, ein unsicheres Lächeln auf den Lippen, das sich zu einem breiten Grinsen verzog, als sie gewahr wurde, in welch ungewöhnlichen Aufzug Starf ihr gegenüber stand.

„Netter Schlips. Musstest du dein letztes Hemd versetzen, um die Bits aufzutreiben, die du mir schuldest?“

„Hallo Silvie …“, Starf sah sie an, dann Jochen und Suzan.

„Das ist Silvie … eine … Bekannte … eine sehr gute Bekannte“, Starf räusperte sich.

„Immer zu kleinen Späßen aufgelegt …“, sie legte den Kopf schief.

Alle drei starrten sie an. Sie wusste nicht … scheiße, die Pumpgun. Abrupt ließ sie den Prügel sinken.

„Oh, sorry, galt nicht euch … dir auch nicht Starf … ich bin nur stink sauer … wegen der Bits und … aber … diese Explosionen, was war das? … und deshalb bin ich Dir gefolgt … und … ich glaube es ist jetzt nicht der rechte Zeitpunkt … “, sie strich sich mit der Hand durch ihre kurzen Haare.

„Okay, ich nehme an, du trägst so ein Teil vorsichtshalber immer bei dir?“, Jochen nickte ihr zu, „aber das können wir jetzt nicht klären …“,

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