Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

Der Wechsel – Verwechslung – Starf + Drei – 3

„Mann, woher kommst du überhaupt so plötzlich?“

Suzan setzt sich neben mich und streichelt gedankenverloren meine Beine.

„Hab mich auch gewundert, woher er auf einmal kam … aber ein Puzzleteil mehr oder weniger am Morgen … hat mich einfach mit sich gerissen, mit der Bemerkung er sei dein Bruder …“

„Hintereingang der besonderen Art. Es funktioniert, Starf. Zwar nicht auf die Art und Weise, wie wir es uns alle vorgestellt haben, aber wir können es einsetzen, wenn wir auch noch nicht alles zuordnen können.“

„Ah, das ist eine gu …“, ups! „woher weißt Du, und seit wann?“

„Joshua und ich wissen es schon seit längerem, ansonsten wäre ich kaum auf Dich zugekommen. Es war eine ideale Situation“, wir schauen uns an.

„Hmm, ein Hintereingang der besonderen Art. Meint ihr dieses angenehm nach Ozon duftende Leuchtdings im Appartement? … Also doch!“

„Also doch?“

„Ähm, meine Arme schlafen langsam ein. Jochen?“

„Schätze, den Löser hatte der Hybiorob, der dich trug.“

Ich robbe mich der Wand entlang nach oben und strecke ihm meine Arme entgegen: „Bitte jetzt!“

„Nicht zucken.“

„Lass meine Hände intakt.“

„Bemüh mich.“

Ich spüre wie er den Schaller ansetzt.

„Mein Onkel hat früher von Transmittern erzählt … es gab da ein Forschungsprojekt …“

„Sooo ein Zufall“, Jochen trennt kopfschüttelnd die Verbindung. Endlich könnte ich, genügend Blutfluss vorausgesetzt, beide Hände wieder frei bewegen; nur die Ringe stören noch.

„Den Schmuck musst du vorläufig behalten.“

„Naja schade, aber es gibt schlimmeres.“

„Das denk ich wohl auch. O.k., auf geht’s.“

Während ich meinen Armen und Händen neues Leben einmassiere, eilen wir zum Rundherum.

„Hast du erkannt, wer den ersten Hybiorob geschallt hat, Jochen?“

„Nein, keine Ahnung, genauso wie diese Hybiorobs, wie Suzan … Tage der Überraschung. Dachte, du weißt mehr. Es gab da eine Nachfrage in der Verteilung …“ Die Kabinentür öffnet sich.

„Na … so was! Hallo … Herr Arfankel! Lange … nicht gesehen! Und … zu dritt … jaja!“, die Pumpgun, die Silvie auf mich richtet, während sie an der gegenüberliegenden Kabinenwand lehnt, erscheint mir übertrieben.

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