Ξ  Xabu Iborian

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Z e i t w a i s e

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kakao schwimmer

stürmeerwischt in gepflügtenen eiligenheiten reigen wir uns von gegeneinanderer im zaum gehaltener hineingaben verschronnen vor dem kuntergrund trapetzerie wandelnder diesbezüge überfallenem jenseits vertrunken im partrickelndem seinschein splitterbuntem graureifs dich erspürend in pulserierenden gravuren deiner wunderwärmend lebendigen hand in hand über hand unter hand fest ineinander gleistend im ström regelent brassender witterwinderungen verschlungernder pfaden deiner stimme flauschig schwerenden samtfühlerungen gehörig - oh der umklang deiner stimme dieser stimme die mich sänftig herb fesselnd auflöst auflösend fesselt von moment zu moment von augenblick zu augenblick - der im widerstand meiner entschlossenen lippenhäute erregende andruck deiner prickelnde feuchte in meinen gemächtlich zöglichterloh nachgiebenden mund pressenden zunge nassrauhen lustfleisches kitzeln - dann die zeit die zeit die zeit die zeit in stillen gravuren deiner wundersam kühlenden hand verschollene gedanken an die geringerung der umhangenden zerrinnerung verrauntet im schlachentrief der gegebenenden unvergeblichtenen versinndet in dinglichtungen unendlichter ringschlüsse lichter dunklingenden - nein kein letztes mal der wärmende duft deiner weichenden nacken härchen

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Schach Matt

Geordnet im lichten Chaos
Durchs Treibhaus jagend
Den Gang des Lachens
Rückwärts laufend
In den Tag hinein
Im Endspurt
Entgegen dem Vergessen
Winkt fliehend
Lustvoll
Aus unweiter Ferne
Der Schnäppchen Tod
Dem Füllhorn Leben
Die fröhliche Grimasse
Strahlenden Seins
Verdrehender Tüten Schein
Durch das Dunkel Hell
Verschlossener Türen Zufall
Lockend dem Gewinner
Alles
und
Nichts
Gewährend
Was nicht schon gewesen
Jetzt und immerdar
In der Zeit Verlust
Die Wunden
Nur geleckt
Nie geheilt
Ertragen sich
Verbleibende
Stunden rund um die Uhr
Stehend im Galopp
Das blumige Ende
Ziellos erreicht
Auf Händen getragen
Zu Staub gebettet
In Liebe
Der Nächste bitte
Springer, Läufer, Turm
Schach und Matt
.

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Recalled

We are living by memories.
Memory sustains our existence.
We are naught but memories.

Just as we become aware
of some particular event
it is already begone.

Vanished but in volatile memory.

There is neither future, nor past.
Not even a presence.
There is just our memory.

When it fades, life expires.
When life expires, memories die.
When we die, consciousness ceases to exist.

Ultimately.

Nothing to recollect anymore.
No body that could recollect any more.

Death is the utter and irrevocable annihilation of all our memories.
Death is the capper of awareness.

In death we are reconciled.
In death we are recalled.

Connected.

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Von Zäunen und Tunneln

„Der Zaun um einen herum erlaubt, im Gegensatz zu einem Tunnel, auch den Durchblick und Rundblick nach allen Seiten, nicht nur, so wie innerhalb des Tunnels, den Blick nach vorne und nach hinten, sofern dort überhaupt ein Ausblick oder Rückblick möglich ist.

Über den Zaun lässt sich grundsätzlich an beliebiger Stelle hinweg klettern, er lässt sich überwinden, oftmals ist es sogar in Bereichen möglich, durch ihn hindurch zu schreiten.
Und selbst das nur an ihm hinauf Klettern, verschafft einen besseren Weitblick.

Versuchen Sie dies alles einmal in einem Tunnel.

Ein geeigneter Zaun kann mit Bildern verzaubert werden.
In einem Tunnel ist es zu dunkel für derartige Muße.
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Licht aus dritter Hand.

Es ist einfacher, den Zaun als solchen zu erkennen, als den Tunnel.

Sein Sie froh, wenn Sie nur mit Zäunen zu tun haben.

So oder so, sollten Zäune und Tunnel auf dem Weg unter allen Umständen gemieden oder aber durchdrungen werden.
Das bedeutet natürlich in letzter Konsequenz, sich diesem Konzept vollständig zu öffnen, und als solches ebenfalls hinter sich zu lassen.“


Kaskadenteil Chen, „Der Weg“, xib. 2203

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In meinem Raum

Was ist wichtig. Falsche Formulierung. Was macht einen Unterschied. Nicht gleich die oh so schweren Fragen am Anfang. Wieso Fragen? Jene? Was war am Anfang? Warum wirkt Musik? Ja klar, irgendwer hat bestimmt eine klare, heimleuchtende Antwort. So eindeutig wie ein Armleuchter, der dich hinter das Licht führt, anstatt hindurch.

Ist es o.k., so viel Freude wie möglich am Leben zu haben? Ist das der Sinn des Lebens? Man lebt nur einmal, so jedenfalls die Auffassung in meinem Kulturkreis. Ist das mein Kulturkreis, mein Kulturkreis? Wieso Kreis? In sich geschlossen, also nicht offen. Nein, nur so viel Spaß wie möglich haben, reicht nicht, ist ganz nett, aber reicht nicht, ist leer irgendwann, wie ein geschmackloses Lieblingsessen, oder ein versalzenes. Was dann? Anderen helfen, so viel Freude wie möglich am Leben zu haben? Aber wenn es schon für mich nicht in Frage kommt, wieso sollte es für andere? Durchschaubar, nicht wahr? Wenn der Ausschluss den Abschluss schlüssig einschließt bleibt vieles verschlossen, schlussendlich.

Logisch oder? Wer hat die Logik erfunden? Nicht Ricoola! Was, wenn Logik nur eine Projektion des Gewünschten auf das Beobachtete ist. Sich selbst erfüllende Prophezeiung, weißer Schimmel auf dem Nussnugatcremebrot? Ist die ursächliche Wirkung wirklich die Ursache oder ursächlich rückwirkend. Könnte diesen Gedanken verdrängen. Es kommt ja in Frage. Das ist die Frage. Aber ich muss sie nicht unbedingt stellen. Leben wie am Schnürchen, vielen Schnürchen, schnurgerade, schnurstracks in den Himmel oder die Hölle, logisch. Wieso dies oder jenes tun. Wieso tut ihr dies oder jenes? Ihr habt natürlich für alles einen guten Grund, ohne wirklich jemals dahin zu gehen, auf den Grund, den es, hm, vielleicht oder wahrscheinlich gar nicht gibt. Was dann? Ohne Grund kein Halt, Fallen. Fallen überall, wohin man tappt. Tappen im Dunklen, und dann auch noch grundlos. Da kommt einiges zusammen, was nur schwer verdaulich ist, so wie die versalzene Lieblingssuppe halt. Halt. Wo gibt es den noch heutzutage? Wo sind die Grenzen und wer legt sie fest? Spiele ohne Grenzen? Warum tust du das, warum lebst du so? Bist du glücklich? Definiere glücklich. Große Schwester Google hat immerhin 47.900.000 Antworten. Das sollte doch reichen. Macht mich ganz glücklich. Macht macht glücklich? Ein scherzender Glückskeks. Glücklicher Scherzkeks? Ja, das war ein loser Einfall.

Ich gehe nicht immer um anzukommen, setze einen Fuß vor den anderen nach dem anderen immer wieder. Bäume so grün und frisch, fließen vorüber,

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Mondschimmel

Schatten in der Nacht
halten stille Wacht
Sonnen
Strahlen
Die Erde
In Zwielicht tauchen
Dem Mond gegeben
Menschen verweben
In Verwirrung leben
Zwie ist bi
Zwei ei ei
Rosen im roten Schein
den blendet der Tag
soviel das helle weiße
Licht vermag
Die Uhr ist Zeit
und die vergeht
ohne zu verschwinden
bis sie nicht mehr da ist
narrt sie uns
Ist Leben vergehen
Der Deckel schließt das
Gefäß, Gesäß
Himmel, Himmel, weißer Schimmel
reitet schön und
gewand verlockend
auf meinem Brote hockend
So wird mir
Vor Schönheit schlecht
beiß ich zu
Und der Deckel will sein Recht
in der Sonne des Mondes
Leben zwie im
Licht der Welt
die sich doch
Nicht selbst
erhellt
und
Rot
verpricht nur hier
was es hält
.

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