Ξ  Xabu Iborian

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Z e i t w a i s e

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kakao schwimmer

stürmeerwischt in gepflügtenen eiligenheiten reigen wir uns von gegeneinanderer im zaum gehaltener hineingaben verschronnen vor dem kuntergrund trapetzerie wandelnder diesbezüge überfallenem jenseits vertrunken im partrickelndem seinschein splitterbuntem graureifs dich erspürend in pulserierenden gravuren deiner wunderwärmend lebendigen hand in hand über hand unter hand fest ineinander gleistend im ström regelent brassender witterwinderungen verschlungernder pfaden deiner stimme flauschig schwerenden samtfühlerungen gehörig - oh der umklang deiner stimme dieser stimme die mich sänftig herb fesselnd auflöst auflösend fesselt von moment zu moment von augenblick zu augenblick - der im widerstand meiner entschlossenen lippenhäute erregende andruck deiner prickelnde feuchte in meinen gemächtlich zöglichterloh nachgiebenden mund pressenden zunge nassrauhen lustfleisches kitzeln - dann die zeit die zeit die zeit die zeit in stillen gravuren deiner wundersam kühlenden hand verschollene gedanken an die geringerung der umhangenden zerrinnerung verrauntet im schlachentrief der gegebenenden unvergeblichtenen versinndet in dinglichtungen unendlichter ringschlüsse lichter dunklingenden - nein kein letztes mal der wärmende duft deiner weichenden nacken härchen

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Stunden Projekt – 2

Sollten Sie hier dennoch Angaben zu den Stunden der Nichttätigkeit benötigen, kalkulieren Sie bitte für die Montage, an denen ich laut nicht erfolgtem Eintrag der Stunden nicht für das Projekt tätig sein werde, die 7,75 Stunden der Montage, an denen ich laut erfolgtem Stundeneintrag für das Projekt tätig sein werde, und für die anderen Tage, an denen ich laut nicht erfolgtem Eintrag der Stunden nicht für das Projekt tätig sein werde, die jeweils 9,00 Stunden der Tage, an denen ich wiederum laut erfolgtem Stundeneintrag für das Projekt tätig sein werde, mit Ausnahme aller Dienstage, an denen ich, wie vorab als Bedingung mitgeteilt, grundsätzlich nicht für dieses Projekt zur Verfügung stehe und ich somit also a priori an diesen Tagen keinerlei Stunden nicht nicht für Sie tätig sein können werde.

Ihr Signal zu meiner Versicherung habe ich dankbar wahrgenommen. Die zeitnahe Zusendung der Vertragsunterlagen, sobald Ihr Auftraggeber die Finanzierung wie von Ihnen beschrieben finalisiert hat, oder aber eine rechtzeitige Projekt Absage Ihrerseits, sofern ihr Auftraggeber zu keinem positiven Abschluss gelangt, würde mich umso mehr freuen. Über das Datum des anvisierten Projektbeginns hinaus, das heißt, in 10 Tagen, kann ich jedoch meine Zusage nicht garantieren. Ich hoffe in dieser Hinsicht auf Ihre professionelle Fairness.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen, K. D.

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Stunden Projekt

Hallo Herr W.,

wie von Ihnen angefordert, habe ich in den mir von Ihnen zur Verfügung gestellten Planungskalender, im Excel Format, auf Grundlage des beiliegenden Ausfüllmusters (Tabelle "Muster" - die für die jeweiligen Tage eines Monats rot markierten Einträge), die Vorabplanung meiner geplanten Stunden für den Zeitraum Mai bis Oktober, nicht exakt aber wie gewünscht taxierend, eingetragen.

Nein, selbstverständlich sah ich davon ab, daraus eine Wissenschaft zu machen. Tatsächlich gelang es mir sogar, die 15 Minuten Vorgabe des von Ihnen genannten Kollegen zu toppen. Bis zum Abschluss der Aktion, obschon nicht ganz im von Ihnen vorgesehenen Maße, wie von mir im Folgenden erläutert, waren von meiner Seite aus nur knapp 10 Minuten erforderlich. Das ist ganz klar absolut zumutbar. Ihre Einschätzung diesbezüglich war vollkommen korrekt.

Bei dem Versuch die Urlaubsstunden zu ermitteln, die laut des vorliegenden Ausfüllmusters in der gleichen Form einzutragen seien wie die Tätigkeitsstunden, wurde ich jedoch stutzig. Mir ist nicht wirklich klar, welche Art Eintragung ich dort genau vornehmen sollte, ohne dass ich nun doch die Absicht entwickelte, eine Wissenschaft daraus machen zu wollen, und vor allem, warum? Zumal die Eintragung dieser Werte keinen Einfluss zu haben scheint, auf jene Werte, der auf Basis der eingetragenen Tätigkeitsstunden in den Mappen automatisch berechneten Einträge, und jene Werte der Tätigkeitsstunden keinen Einfluss auf diese Stunden der Nicht Tätigkeit.

Da ich in meiner Eigenschaft als selbstständig handelnder Freiberufler für ein durch Sie vermitteltes Projekt eines Dritten tätig sein werde, und meine Urlaubspläne naturgemäß nicht Teil eines solchen Projektes sein können, sehe ich mich nicht in der Lage, eine sinnvolle Angabe darüber zu machen, für wie viele Stunden ich nicht im Projekt tätig sein werde, an den Tagen an denen ich nicht im Projekt tätig sein werde.

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Ape Won – Alles ist Fremd – 8

„Kann ich diesem Gerät und den Menschen dahinter mehr vertrauen, als ich Ihnen vertraue, oder dem direkten Kontakt? Sie jedenfalls vertraut diesen Medien nicht, meistens lässt sie das Allesdings in der Wohnung liegen, ebenso ihre Identifikation ...“

Nein, das kann nicht sein.

„Das stimmt, noch sind da nur Menschen. Reicht schon, oder? Das Beste wird sein, wir gehen jetzt gemeinsam zu Ihrer Wohnung, damit wir das klären können.“

„Wir wollten uns hier treffen.“

„Bitten Sie im Kaffee darum, ihr zu sagen, dass Sie zurück in Ihre Wohnung sind.“

Ich stehe auf. Schwanke ich? Gehe zur Theke und bezahle meinen Espresso.

„Kommt das oft vor in diesem Bezirk, Mord? Ich kann mich nicht erinnern davon gehört oder gelesen zu haben, seit wir hier wohnen.“

„Wir wissen noch nicht, was den Tod der beiden verursacht hat. Einen natürlichen Tod können wir jedoch ausschließen. Die offizielle Statistik zeigt eine sehr geringe Anzahl Tötungsdelikte.“

„Sie haben auch inoffizielle Statistiken? Warum sollten Menschen ausgerechnet hier ermordet werden? Warum Julia und Tobias? Wo ist da der Zusammenhang?“

„Zusammenhänge sind sehr subjektiv. Sie sind nicht immer wirklich oder ursächlich. Menschen werden überall getötet, zu jeder Zeit. Das Töten und der Tod, direkt oder indirekt, sind Alltag. Die Medizin, die Kunst, die Manipulation, Menschen leben vom Potential des Todes. Statistiken dienen einem Zweck. Das heißt nicht notwendigerweise, sie wären fehlerhaft, sie haben jedoch stets einen einflussreich wirksamen Bezug außerhalb ihrer statistischen Wirklichkeit.“

„Verschwörungstheoretiker?“

„Nein. Erfahrung. Heute ist das bereits mein dritter Auftrag.“

„Ein Kandidat für die offizielle Statistik?“

„Das ist nicht meine Entscheidung.“

„So früh und schon drei Todesfälle.“

„Drei Aufträge, neun Tote.“

„Hören Sie auf, das glaube ich Ihnen nicht.“

„Das hat nichts mit Glauben zu tun.“

„Da haben Sie natürlich Recht. Aber warum erzählen Sie mir das alles?“

„Der Tod, besonders der gezielte Tod, kontrolliert am stärksten. Der unkontrollierte, nicht durch Menschen Verstand erwirkte Tod, überwiegt jedoch bei weitem.“

Schwerelos Wasser Kanten

in: Die Dinge die da sind — B2G Revolution Live

Xabu Iborian | Schwerelos Wasser Kanten KommTier! | Auf | |

Ab dem zweiten Obergeschoss muss die Höhe der Brüstung über dem Fußboden auf der Innenseite des Raumes größer sein, als im ersten Obergeschoss. Da der Architekt jedoch Fenster mit geringerem Höhenmaß ab dem zweiten Obergeschoss Scheiße findet, kommt ein Rundrohr in der Laibung zum Einsatz, dessen Unterkante Abstand von der Oberkante Brüstung zudem einem Kleinkind das Hindurchkrabbeln zwischen Unterkante Rundrohr und Oberkante Brüstung nicht ermöglichen sollte, sofern diesem der Aufstieg zur Oberkante der Brüstung gelingt.
Da es diese Regel nicht gibt, ist das Höhenmaß der Fenster im ersten Obergeschoss unter Umständen geringer, als in den Geschossen darüber. Oder es wurde eine Ausnahmegenehmigung für die Fenster im ersten Obergeschoss beantragt und erteilt, damit das Höhenmaß der Fenster dort so sein kann wie es ist, ohne den Einsatz eines Rundrohres erforderlich zu machen.

Aber nein.
Alles Unsinn.
Nur eine Frage der Perspektive.

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Nichtproblem

„Nicht lösbare Probleme existieren nicht.
Nicht lösbare Probleme sind keine Probleme.

Sie sind Nichtprobleme.

Lässt sich ein Zustand nicht in gewünschtem Maße ändern, weder theoretisch noch praktisch, dann ist dieser Zustand, so wie er ist, das Maß der Dinge, die er manifestiert.

Er ist somit ein Nichtproblem.

Ein nicht lösbares Problem, das heißt, ein unerwünschter, jedoch nicht veränderbarer Zustand, ist demnach ein Nichtproblem.

Problematisch ist die Wahrnehmung und der Umgang mit einem Nichtproblem, als wäre es ein Problem.
Doch ein Nichtproblem ist kein Problem.

Probleme sind Nichtproblemen in jedem Fall vorzuziehen.

Oft lässt sich ein Nichtproblem in eine Menge einzelner Probleme zerlegen.
Diese Probleme können dann gelöst werden.
Das ursprüngliche Nichtproblem wird dadurch nicht zwangsläufig zum Problem.“


Sorat Losheut, „Nicht Probleme lösen“, goo. 2531

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 28

„Die klobigen Schuhe passen aber nicht wirklich zum Anzug. – Ja, das war meine Idee.“

„Und dann? Weiter zum Stamm, Stefan?“

„Wäre ungeschickt, wenn wir dort zusammen erschienen. Du bringst die Beiden alleine, ich bleibe in der Sub, und dann auf zu neuen Ufern. “

„Halt, Stopp, ich hab mich doch noch gar nicht entschieden. Vielleicht fragt ihr mich erst mal. Und woher wisst ihr, ob Suzan …“

„Du hast recht, aber wo willst Du hin? Dein Turm? Die Türme? In wenigen Minuten Geschichte. Du bist gestrandet. Die Sub?“

„Silvana, hast Du mal darüber nachgedacht, ob eine Welt, in der Du direkt und unvermittelt agieren kannst, nicht eine bessere Welt wäre? Eine Welt in der Du Ideen entwickelst, die direkt und leibhaftig durch Deine Umwelt und die in ihr agierenden Menschen inspiriert werden? Durch Deine unmittelbare Erfahrung mit Deiner Umwelt und in Deiner Umwelt, und nicht nur durch deren Schemen und Abbilder. Eine Welt in der Du eigenständig und leibhaftig voranschreitest, anstatt nur im Anschluss gebunden, geleitet und kanalisiert durch jene, welche den Anschluss und somit Dich kontrollieren? Der Stamm ist sicher nicht die beste Lösung für alle Fragen, aber vielleicht ein erster Schritt. Ein erster Schritt in eine lebendigere Welt. Im wahrsten Sinne des Wortes.“

„Ryka, ist jetzt nicht der rechte Zeitpunkt. Wir klären das in der Sub, gemeinsam mit Suzan. Natürlich ist das Deine Entscheidung, Silvie.“

„Mag sein, wenn ich auch kaum eine Alternative sehe. – Was ist mit Deiner aktuellen Anfrage?“

„Können wir nicht nachher …? – Ich denke, die ist ebenfalls Geschichte. Werde aber nochmal versuchen Kontakt aufzunehmen. Ansonsten, in der Sub kurz abgleiten, Gedanken sortieren, und anschließend meinen Schifter auslösen. Auf gen Norden, in die Berge. Das Biogese Projekt von dem ich Dir erzählt hatte.“

„Was ist das jetzt wieder? Boah, meine Ohren, dieses Fiepen … könnt ihr das nicht abstellen …?“

„Nein, das lässt sich nicht abstellen. Erledigt sich aber in ein paar Minuten von selbst. Keine Panik. Einen Moment länger bleibt der Scanner noch stabil. Wenn das Fiepen allerdings zum Rumpeln wird …“

„Stefan, ich habe darüber nachgedacht. Über das Biogese Projekt. Das klang alles sehr vielversprechend. Deshalb habe ich mir erlaubt, uns dort als Team vorzuschlagen. Sie sind sehr interessiert. Nicht verwunderlich. Wärst Du einverstanden? Nach langer Zeit wieder eine enge Bindung?“

„Sieh einer an. Dominant wie eh und je. Auf Dich ist wirklich Verlass. Wir reden, wenn Du zurück bist. Dann weiß ich mehr. Darf ich die Damen jetzt bitten mir zu folgen? Die Vibrationen …“

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 26

„Wo kommen die alle her? Das frage ich mich auch. Sofern der Trakt vorher evakuiert wurde, kann ein Neuanschluss unmöglich in so kurzer Zeit wieder Vollbelegung erreichen. Ich nehme an, die Appartements waren gar nicht ungebunden, wurden nur als ungebunden übermittelt. Die Angeschlossenen waren noch mittendrin, konnten ihre Bindung nicht lösen. Erst zum Zeitpunkt des Wechselns bekamen sie den Impuls. Würde allerdings bedeuten, PARK hat mich belogen, sofern sie es selber nicht besser wußten. Hätte diese Anfrage echt nicht annehmen sollen.“

„Aber selbst wenn der gesamte Trakt belegt ist, können sie unmöglich stundenlang die Halle füllen, oder? Sie verlassen sie doch am anderen Ende wieder; wohin auch immer. – Die Wand blinkt?“

„Ah, sie ist da. Bin gleich zurück. … Schleuse …“

„Ryka, dies ist Silvana Slevinsky. Silvie, dies ist Rykarma Zèlim.“

„Hallo Silvie. Der Tag an dem Dir Stefan begegnet ist, war Dein Glückstag, so scheint es. Gut für Dich, hier zu sein. Ihm zu folgen, war die richtige Entscheidung. Ich hatte nie Zweifel, dass Du ihn finden würdest.“

„Hallo Ryka, hm, ich weiß nicht. Stefan hat Dir also von uns erzählt?“

„Sicher, – er ist der Überzeugung, der Stamm sollte Dich aufnehmen. Er meint, es wäre auch für Dich von Vorteil.“

„Ja, das sagte er. Aber ich muss darüber nachdenken. Ich bin mir nicht sicher. Im Moment verwirrt mich das alles.“

„Das war es auch nicht, was ich meinte. Was ich meinte war, hättest Du ihn damals nicht kennengelernt, würdest Du heute das Schicksal der anderen Angeschlossenen teilen.“

„Da magst Du recht haben … wahrscheinlich … ich komme da nicht ganz hinterher. Was das alles bedeutet. Die letzten Stunden habe ich noch nicht wirklich durchdrungen.“

„Das ist verständlich. Auch wir wurden überrascht. Eine Frage der Zeit. Alles wird sich klären.“

„Ich hoffe es. – Interessante Klamotten. Habe ich noch nie jemand tragen gesehen. Außer in den Übermittlungen.“

„Hm, danke Dir. Ebenso. Dein Kev sieht sehr sexy aus. Habe ich recht Stefan?“

„Ihr glaubt es nicht … Moment …“

„Wie bist Du hier her gekommen?“

„Mit dem Schifter.“

„Ja, o.k., aber der Zugang zu den Rundherum ist – blockiert. Wie bist Du hier herauf gekommen?“

„Die Türme haben außen Zugänge auf jeder Ebene. Wartung, Technik; das

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 23

Verbinde Dich dem Stamm, der Gruppe, der auch Jochen verbunden ist. Du scheinst in Deinen Gedanken unabhängiger, als der übliche Angeschlossene. Im Stamm werden sich Dir neue Aufgaben stellen, jenseits vom Anschluss in den Türmen. Zwar neigt dieser Teil des Stammes ebenfalls zu einem quasi religiösen Überbau, aber längst nicht in dem Extrem, wie die Animalisten. Das was ich Dir erzählt habe, kann Dir wirklich nur einen sehr groben Überblick vermitteln. Da ist noch weitaus mehr, was Du erfahren solltest und dort auch erfahren wirst.“

„Mich dem Stamm anschließen.“

„Jupp.“

„Warum sollte ich? Warum gleitest Du plötzlich so sehr auf den Stamm ab?“

„Weil Du schon jetzt darauf brennst mehr zu erfahren. Du fühlst Dich besser in Deiner selbstbestimmten Zeit, besser als in der Zeit, die Du am Anschluss binden musst. Das ist Dir auch bewusst. Nicht jede Angeschlossene macht sich mit einer gescannten Fremdidentität im Interess und, ähm, einer Pumpgun im Rucksack auf den Weg, um ihren flüchtigen Liebhaber ausfindig zu machen, weil er ihr viertausend Bit schuldet, geschweige denn, würde sie diese Schaller auch tatsächlich benutzen. Kaum eine Angeschlossene wird überhaupt erst einen vollkommen Unbekannten ohne Interess und Anschluss bei sich wohnen lassen. Kaum eine Angeschlossene wird sich soweit von ihrem eigenen Turm entfernen. Noch weitere Gründe? Stell Dein Potential sinnvoll zur Verfügung. Jenseits einer Anschlussbindung. Stell sie dem Stamm zur Verfügung. Deine Entscheidung, Deine bewusste Entscheidung. – Ich kann Dich aber auch wieder in die Halle verabschieden.“

„Nett von Dir, wie leicht Du mir meine bewusste Entscheidung machst. Und ein interessantes Bild, das Du von mir zeichnest. Irritierend. Vielleicht hast Du mich schon damals manipuliert? Mehr erfahren klingt sicherlich gut. Das stimmt so. Selbstbestimmte Zeit ebenfalls. Halle eher weniger, sofern das dort noch kein Ende genommen hat. Da bin ich jetzt so oder so auf Dich angewiesen; und ich hoffe, Du scherzt. Aber kann ich all dem Glauben, was Du da beschrieben hast? Ich blicke da nicht vollständig durch. Ich meine, manches klingt durchaus plausibel, soweit ich es verstehe, beinahe so plausibel wie die Übermittlungen, andererseits, vielleicht stimmt mit Deinem Kopf irgendetwas nicht, vielleicht bist Du ein Abseitiger?“

„Kam ich Dir so vor in den letzten Monaten?“

„Manchmal?“

„Touché. Die sogenannten Abseitigen hatte ich ganz vergessen. Gut, dass Du sie noch einmal erwähnst. Ich, ein Abseitiger. Und das erzählst Du mir? Du, die Du behauptest, Dich verfolgten teuflische Gestalten, Du wärst in der Halle geschwebt, hättest in der Hallenwand ein riesiges Loch gesehen und eine Pumpgun im Rucksack? Weder mit, noch ohne Implantat, noch über

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 22

Konsequenzen, die bestenfalls auch bewusst werden. Doch selbst innerhalb dieses Wahrnehmbaren, ist das nicht immer unmittelbar die Folge. Idealerweise vermitteln sich unserer Wahrnehmung unter gleichen Bedingungen wiederholt dieselben Konsequenzen, reproduzierbar. Wir können somit in begrenztem Maße, dann zumindest aber ziemlich sicher, Voraussagen treffen, welche Konsequenzen welches Tun haben wird. Aber sagt uns dies zwangsläufig etwas über sämtliche Konsequenzen die ein Tun hat, über Konsequenzen die sich zwar außerhalb unserer Wahrnehmung ergeben, die aber dennoch auf uns zurück wirken?“

„Ist das denn nötig? So ist das Leben, oder? Diese Menschen, die nicht einmal sich selbst kennen, die wollen alle anderen ebenfalls in diesen Zustand versetzen? Das hört sich nicht besser an, als das was PARK vorhat.“

„Sie kennen und erleben weitaus mehr als sich selbst. Nein, nicht sie, das können sie nicht. Dieserart Vorstellung und Antrieb sind ihnen fremd. Die sogenannten Bewussten im Stamm, die mit den Sporen und Implantaten, jene bei denen die Simulation keinen Effekt hat, die da forschen und denken und meinen sich selbst und alles andere zu kennen, die in einer quasi heiligen Mission unterwegs sind, um den Menschen aus den Fesseln des Bewusstseins zu befreien, sie sind es, die diesen Zustand anstreben.“

„Du magst sie nicht besonders, hm?“

„Ich mag ihren blinden Eifer nicht. Sie glauben, oder meinen zu wissen, sowohl die durch den Menschen in die Welt gebrachte Simulation, als auch die von ihnen postulierte Simulation durch die Sporen, lenke von der umfassenden Wirklichkeit ab, stelle mehr eine ungünstige, denn eine günstige Wechselbeziehung her. Ohne wären wir besser dran. Sie besitzen Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, dass die spezielle Konstruktion und initiale Programmierung der G-Sporen das komplexe Verhalten eines Schwarms ermöglicht, mehr noch, eines die Grenzen des Individuums überschreitenden Metaorganismus, der unter anderem die Fähigkeit entwickeln kann, ganz eigene Ziele zu verfolgen. Da die G-Sporen prinzipiell nach dem Vorbild der originären Sporen geschaffen wurden, sind sie der Überzeugung, deren Verhalten weise die selben Charakteristika auf.“

„Ist da vielleicht ein klitzekleiner Widerspruch in diesem Glauben? Und was meintest Du vorhin mit ‚richtig gewählt‘ und ‚der Stamm wartet‘?“

„Nicht von ihrem Standpunkt aus betrachtet. Sie behaupten nicht, die natürliche Wechselbeziehung zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit wäre ganz und gar fehlerhaft, sie sagen, sie sei beschränkt, auf ein spezielles, unbekanntes Wirken hin ausgerichtet. Allein schon mit dem Akt der individuellen Bewusstwerdung, ausgelöst durch die Aktivität der Sporen, würden verzerrende Faktoren einfließen.

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 16

„O.K. – Lass mich kurz nachdenken.

Wenn ich das richtig verstanden habe, willst Du mir also glauben machen, dass in der Halle etwas ganz andere geschehen ist, als ich wahrgenommen habe?“

„So würde ich das nicht beschreiben. Die Realität ist subtil. Immer noch Hunger?“

„Sicher! Glatt vergessen. Doch, ja. Jetzt wo Du es sagst. Unbedingt! Bitte ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte und schwarzen Kaffee. Wenn möglich, nicht synthetisch.“

„Ah, ich hatte jetzt an etwas Nahrhafteres, Sättigendes gedacht, letztendlich aber auch egal. Nicht synthetisch. Du machst Witze, hm? Selbst die Monohappen in den Synthoküchen, sind synthetischer als Du denkst. Nicht synthetisch gibt’s nicht mehr, bis auf ein paar skurille Ausnahmen. Aber klar, Schwarzwälder Kirschtorte. Wunder der Übergabe. Und der Simulation. Schließe mich an. Immer wieder ein Erlebnis. Da schauern und kitzeln mich meine Eingeweide, sobald das Gewünschte an der Übergabe, aus der scheinbar blanken Wand gleitet. Wie Schweiß auf der Haut.“

„Danke. – Vorzüglich. – Und was wird da nun simuliert? Klar, das Zeug ist synthetisch. Sieht aber aus und schmeckt, wie ich sie aus meiner Kindheit erinnere. So wie immer. – Der Kaffee ebenfalls.“

„Du wurdest während des Rückfalls geboren? – Deine Generation ist die letzte, die solche Kindheitserinnerungen hat. Was Du da glücklich in Dich hinein spachtelst, entspricht in Form und Aufbau einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte, vermutlich, besteht jedoch aus einer homogenen, grauen Paste in grundlegender Geschmacksrichtung; süß, sauer, salzig, bitter, je nach dem. Letztendlich immer die gleiche Paste, mal härter, mal weicher, mal wässriger, mal körniger, mal luftiger, mal krümeliger, aber immer diese graue Paste, egal was Du isst. Der Kaffee? Sieht aus und schmeckt wie heißes Wasser. Gelegentlich ist Coffein enthalten, natürliches Coffein, warum auch immer. Der gleiche Unsinn wie bei den Zigaretten.“

„Du spinnst.“

„Ich spinne nicht. Wenn, dann spinnt mein Implantat, oder, aus einer anderen Perspektive betrachtet, die Sporen selbst. Denke ich aber nicht. Erfahrung. Das ist, was ich sehe, schmecke und spüre, jenseits der Simulation durch die G-Sporen, dann, wenn ich das Implantat vollständig übernehmen lasse. Ist jedoch eher selten der Fall. Meistens ergebe ich mich der Simulation, weitestgehend. Nichts geht schließlich über ein gut simuliertes Stück Torte.“

„Moment, Du kannst kontrollieren, was und wie Du wahrnimmst?“

„Genaues weiß der Zerebralprothetiker. Ich kann das Verhalten des Implantats, also seine Aktivität, durch Gedanken – hm – durch Gedankenzustände, Mentalzustände, modellieren. Neurosensorik, oder

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 8

„Hast Du eigentlich mal Tiere erlebt, lebendig, direkt?“

„Wenige. Jedenfalls wenige mit vier Gliedmaßen. In den Ballungen können sie nicht leben und außerhalb sind sie über Wasser inzwischen so selten, wie das Land selbst.“

„Die haben früher wirklich das Gehirn von lebenden Tieren untersucht, bei vollem Bewusstsein?“

„Das war üblich in der Forschung. Bewusstsein bei Tieren, das entsprach längst nicht der allgemeinen Auffassung. Oder aber der Gedanke wurde ignoriert – zum Wohle des Menschen. Anästhesie stand noch am Anfang. Macht aber auch nicht bei allen Experimenten Sinn. Doch ja, da war Widerstand, vereinzelt. Selbigers Thesen hätten diesen Widerstand überzeugend stützen können, wären sie denn anerkannt worden. Er hat damals zwar schon Ether verwendet, das änderte aber nichts am anschließenden Tod der Tiere, mag dieser auch schmerzlos gewesen sein.“

„Und wenn die Entwicklung von Julians Gehirn ganz einfach anders verlief, als die von Kasimirs?“

„Möglich. Ebenso möglich, wie Selbigers Annahme einer Symbiose mit den von ihm entdeckten Sporen, die bei Kasimir fehlschlug. Aus welchen Gründen auch immer.“

„Eben, die Ursache dafür hat er doch gar nicht entdeckt. Und warum dann diese Sporen ins Spiel bringen, die sich zudem in der Umwelt nicht nachweisen lassen, wenn eine einfache Erklärung genau so viel Sinn macht, wenn nicht mehr?“

„Korrekt, er konnte den Grund für Julius Andersartigkeit nicht klären. Seine Erkenntnisse erwiesen sich jedoch später als von weitaus größerer Bedeutung. Und ich würde Dir zustimmen, wäre da nicht ein weiteres Indiz, das Selbiger nur wenige Monate vor seinem Tod notierte. Ihm gelang, die Zellstrukturen experimentell hervorzurufen, spontan. Wohlgemerkt im toten, biologisch inaktiven Gehirn. Er konnte diesen Zustand jedoch nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten; nach kurzem verschwanden die Sporen wieder. Das nahm von seinen Kollegen, und im weiteren wissenschaftlichen Umfeld, aber schon kaum jemand mehr zur Kenntnis. Diejenigen die ihn noch lasen, warfen ihm Alter, unsauberes Arbeiten und Manipulation vor. Die Kirche sprach gar von Ketzerei. Die Kirche. Zu Zeiten der Inquisition hätte man Selbiger und seinen Sohn verbrannt. Wahrscheinlich die ganze Familie, und jeden der mit ihr in Verbindung stand. Menschen wie Julian wurden schon immer benachteiligt, abgesondert, verfolgt, weggesperrt, gefoltert oder umgebracht.“

„Was wurde aus den beiden Söhnen?“

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 6

„Merkwürdig. – Ich bin so jemand bisher nicht begegnet.“

„Unter den Angeschlossenen wirst Du auch niemand finden.“

„Wie war es möglich, dass er lernen konnte?“

„Feststeht, Julian lernte, und zwar schnell. Er konnte mit dem was ihn umgab, völlig unbefangen und natürlich agieren; natürlich im Sinne von, wie ein Fisch im Wasser, aber eben nicht nur im Wasser. Er nahm sehr wohl auch seinen Körper wahr, aber auf die gleiche Weise, wie alles andere um ihn herum.“

„Konnte Julian abbilden?“

„Julian hatte keine Vorstellung vom Prinzip des Abbildens. Für ihn war ein Dinge genau das, was es ist. Nein, er konnte damals weder malen noch zeichnen, und auch auf keinem anderen Wege eine Abbildung erzeugen. Wurde er mit einer realistischen Abbildung konfrontiert, versuchte er mit dem Dargestellten zu interagieren. Gelang dies nicht, verlor er das Interesse. Das Bild wurde für ihn zu einem Gegenstand wie jeder andere.

Selbiger wartete einige Jahre, bis Kasimir und Julian alt genug waren, um über weitere Prozeduren mitentscheiden zu können. Nun, Kasimir konnte entscheiden. Vermeintlich nahmen die Jungen keinen Schaden. Selbiger war tatsächlich der Erste, der diese Art Eingriff durchführte.“

„Jetzt kommt es, oder?“

Korrekt, jetzt kommt es. Mitte des 19. Jahrhunderts konnte Selbiger das Gehirn von Julian und seinem Bruder weder direkt noch indirekt untersuchen, doch er fand andere indirekte Möglichkeiten, durch die er sich Rückschlüsse erhoffte. Er war der Erste, der eine Lumbalpunktion beim lebenden Menschen durchführte, eine Entnahme von Nervenflüssigkeit. Letztendlich, nach Jahren des Suchens, konnte er Befunde bei den Jungen, Ergebnisse aus Untersuchungen der Nervenflüssigkeit von Patienten und Freiwilligen, sowie Untersuchungen des Hirns kürzlich Verstorbener und entsprechenden Untersuchungen an anderen Tierarten, in einen Zusammenhang bringen. Die Gewebeproben vom Hirn lebender Tiere – Tiere bei denen Selbiger Bewusstsein vermutete – waren letztendlich für ihn entscheidend. Als übereinstimmendes Merkmal identifizierte er Sporen, beziehungsweise keine Sporen.“

„Sporen.“

„Sporen.“

„Das sind doch diese rauhen Strukturen an der Unterseite bestimmter Pflanzen. Farne, soweit ich mich erinnere?“

„Korrekt. Sporen werden aber auch von Bakterien, Pilzen und Protozoen gebildet und ermöglichen unter anderem ungeschlechtliche Fortpflanzung, Sex ohne Sex. Kommst Du noch mit?“

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 5

Verhalten zeigte, sondern anscheinend auch kein Bewusstsein seiner selbst besaß, kein Bewusstsein als Individuum, kein Ichbewusstsein.“

„Du meinst, er wusste nicht, dass er eine Person ist? Wie kann das sein? Du hast gesagt, er war sehr intelligent!?“

„Lustig. Nein, habe ich nicht. Und nicht ich meine das. Aber so wie Selbiger Julian beschreibt, mag der Begriff Intelligenz durchaus zutreffen. Bewusstsein und Intelligenz. Ein zwingender Zusammenhang konnte vor dem Brand nicht nachgewiesen werden. Der Brand und seine Folgen machten die Thematik nur noch komplizierter. Bewusstsein? Du kannst beobachten, messen, Theorien formulieren und bestenfalls Voraussagen machen; was bleibt, ist die Frage, was ist es, das mich, als mich, als mich, als mich, als MICH wahrnehmen lässt, dass Schmerz mich nicht nur zusammen zucken lässt, sondern ein Bewusstsein dieses Schmerzes und des Zusammenzuckens in mir entsteht, jenseits einer plausiblen Notwendigkeit als Grundlage für eine Reaktion auf den Schmerz.“

„Hm, da habe ich so noch nie drüber nachgedacht, schwierig sich das vorzustellen. Wenn ich meine Hände in kochendes Wasser hielte, würde ich sie denn wieder herausnehmen, wenn ich gar nichts fühlte?“

„Würdest Du. – Doch an dieser Stelle haben wir auch ein begriffliches Problem.“

„Hm.“

„Sie bemerkten es zuerst, als sie Julian vor einem Spiegel beobachteten. Immer dann, wenn er sich mit einem Spiegel konfrontiert sah, wandte er sich suchend ab, mit Tränen in den Augen. Das veranlasste Selbiger zu weiteren Experimenten vor dem Spiegel. Stellte sich jemand hinter oder neben Julian und bewegte seine Arme, Beine oder Hände, wie die einer Marionette, fing er lauthals an zu lachen, wandte sich dir zu und umarmte dich. War Julian selbst betroffen, durch Reaktionen seiner Umgebung, konnte er offensichtlich keinen Bezug zu sich herstellen, ohne die Anderen nicht mit einzubeziehen.

So beschreibt es jedenfalls Dr. Selbiger. Definitionen und Methoden mussten erst noch erarbeitet werden. Von ungebildeten Menschen, oder besser gesagt, fehlgebildeten Menschen, wäre Julian wahrscheinlich als animalisch oder besessen beschrieben worden, je nach Glaube, Kenntnis und Verstand.“

„Vor dem Brand lebten die Menschen in einer nicht sehr aufgeklärten Zeit diffusen Wissens, heißt es … Woher weißt Du das alles? Was Du erzählt hast, wurde nicht übermittelt, soweit ich mich erinnere.“

„Die Übermittlung ist nicht für alle gleich. Selektion und Separation sind streng, die Zirkel überschaubar. Doch der Stamm hat noch andere Quellen. Ich werde später darauf zurück kommen.“

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Der Wechsel

Blickwechsel

Starf + Silvie (Epilog Dialog)

„In meinem Rucksack? Aber, ich habe sie doch … gerade eben noch … Ne, nicht wahr! Da ist sie! In meinem Rucksack …“

„Sage ich doch. Andererseits, je nach Wahrnehmung, ist da weder Rucksack noch Pumpgun.“

„Du spinnst. Was meinst Du denn damit? – Was passiert da? – Da draußen in der Halle. Und warum hantierst Du derart hektisch in den visuellen Abwicklungen der Anschlüsse? Das sind doch Anschlüsse? Was ist das für ein Raum?“

„Fragen über Fragen, hm? – Der Scanner. Hab’s gleich. Bin halt hektisch, weißt Du doch.“

„Der Scanner. Aha. Kannst Du mir bitte erklären, was vor sich geht? Ich meine, am Ende der Halle ist eine riesige Öffnung in der Wand und die Leute schwuppen einfach so durch, und dann dieses Schweben …“

„Du hast nicht geschwebt.“

„Hab ich nicht? Toll. Warum hatte ich den Eindruck, ich würde schweben, und die Pumpgun, und die Patrone, kein Knall …?“

„Du sagst es selbst. Du hattest den Eindruck. Täuschend echt, hm? Hast Du schon mal darüber nachgedacht, was das genau bedeutet, ‚echt‘, ‚täuschend‘?“

„Würdest Du bitte von ganz vorne beginnen? In echt und nicht täuschend, und ohne mich dumm zu quatschen? Ich hatte echt nicht viel Schlaf die Nacht und die letzten Stunden waren doch recht enttäuschend, kann mir aber nicht vorstellen das führt zu Halluzinationen, die sich dermaßen täuschend echt anfühlen; oder es ist immer noch Nachtag und ich träume das alles nur. Hah. Schwer zu sagen in dieser Box. Oder meinst Du Projektion? So wie dieses Ding beim Wechsel, das angeblich eine Projektion gewesen sein soll? Kannst Du die Wand nochmal öffnen, den Zugang durch den Du mich rein gezogen hast, oder können wir auf irgendeinem deiner Abbilder in die Halle sehen? Generiert das aus der Verteilung? Ich bekomme hier echt Platzangst.“

„Das würde nichts ändern. Nein, keine Projektion. Und nicht Du bist es, die halluzinierst. – Eigentlich doch. Genau genommen wirst du halluziniert, je nach Glaube und Standpunkt. Und nein, die Verteilung ist nicht alles. Atme mal tief durch. Du bist auch nicht gerade ein Bündel an Ruhe.“

„Häh? Ich existiere nicht?“

„Was meinst Du? Ah nein, Missverständnis. Habe ich unklar formuliert. Ich wollte sagen, unabhängig von deinem Befinden wird dir, nun ja, Realität implantiert. Nur mit einem Implantat, oder eventuell als Abseitiger, kommst du da drum herum. Verwirrend, ich weiß. – Entschuldige. Warte. – Hmm – lass mich das bitte noch beenden. War nicht geplant, Dich mit in den Scanner zu nehmen, schon gar nicht unter diesen Umständen. Lässt sich jetzt nicht

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