Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

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Über dies

in: Die Dinge die da sind — B2G Revolution Live

Die 10 Hinweise Die 10 Hinweise

Hightech Lomografie.
So oder so ähnlich.

Das Aufnahmegerät ist ein Smartphone, das Revolution.
Dessen Spezifikation kann den Angaben des Herstellers, der kleinen, spanischen Firma Geeksphone entnommen werden.
Ich betreibe das Gerät mit Boot2Gecko. Boot2Gecko, das ist Firefox OS ohne Schutzmarke.

Der veröffentlichten Fotografie gehen Tests, Varianten, Annäherungen voraus. Da der Upload teilweise direkt vom Revolution und unmittelbar nach der Aufnahme erfolgt, live halt, ist eine Bearbeitung nicht mehr möglich. Unabhängig davon, ist sie von vornherein nicht gewollt, zumal auf Grund des Bildformates JPEG technisch selten sinnvoll.
Anders als bei der Fotografie im RAW Format, das nur einen relativen Farb- und Kontrastumfang wiedergibt, also erst noch zum Bild entwickelt werden muss, repräsentiert das JPEG bereits ein fertiges Bild mit absoluten Farb- und Kontrastwerten - noch dazu nicht verlustfrei komprimiert.
Die Aufnahme wird in diesem Fall von der in die Kamera integrierten Soft- und Hardware Parameter zum Bild entwickelt und nicht durch den Fotografen, so wie bei der RAW Fotografie oder der analogen, Negativ basierten Fotografie.
Die Entscheidung, ob ich mit dieser Entwicklung leben kann oder nicht, ob sich die unbearbeitete, bzw. von der Kamera entwickelte Aufnahme mir so perfekt wie möglich darstellt, führt im verneinenden Fall nicht zum Versuch einer nachträglichen Verschlimmbesserung des JPEG, sondern zum Verwerfen der Aufnahme.

Wie auch bei meiner Abstrakten Fotografie wird die Fotografie allein bestimmt durch den Umgang mit der Kamera und der vorhandenen, vorgefundenen Szenerie.
Das Vorhaben ist Fotografie, nicht nachträgliche Erarbeitung eines Bildes auf Basis einer Fotografie.

Bedeuten mir Motiv und Komposition genügend, so das Verwerfen auf Grund durch das Gerät bedingtem technischen Mangel oder minimalem Mangel im Ausschnitt der Aufnahme, bedauerlich wäre, versuche ich diesen Mangel zu beheben.
Dies betrifft einmal die schlechte Performance des Revolution, in Situationen mit ungenügend Licht; das Resultat ein nicht beabsichtigtes Farbrauschen. Beheben bedeutet Reduzierung des Farbrauschens. Ist das Ergebnis nicht akzeptabel, wird die Aufnahme dennoch verworfen.
Der andere Mangel betrifft diejenige spezielle Situation, die eine optimale Positionierung der Telefonkamera nicht ermöglicht, und die dadurch bedingte Schwächung der Komposition durch minimal in die Aufnahme ragende undifferenzierte Randelemente.
Diese Elemente werden retuschiert, abgewedelt oder nachbelichtet.
Führt dies zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis, wird die Aufnahme verworfen, oder der Mangel hingenommen.
Keine weitere Bearbeitung.

Thema ist einerseits das Fotografieren selbst. Das Fotografieren mit dieser Kamera.
Die Konstruktion und die beschränkten Möglichkeiten der Kamera führen zu einer speziellen Handhabung.
Eine geplante mögliche Interpretation, ein im Voraus festgelegtes inhaltliches Thema, über das Aufgenommene hinausgehend, ist nicht vorhanden.
Ich fotografiere nicht, um eine bestimmte vorher gedachte Aussage abzubilden. Die Aufnahme hat jedoch zwangsläufig eine Aussage. Diese kann, muss aber nicht gefunden und in Worte gefasst werden.
Ebenso das Motiv, die Situation für die Abbildung; sie zeigt sich, findet sich, oder eben nicht.
Entscheidend ist nicht das, was die Fotografie abbildet, sondern dessen Abbildung.
Das Thema der Aufnahme ist abstrakt, die Abbildung selbst ist realistisch.
Jede Fotografie steht für sich. Sie ist nicht Bestandteil einer Serie inhaltlich gleichartiger Aufnahmen.
Bildtitel und Bildtext sind Zusatz. Sie sind mal mehr, mal weniger eigenständig, erklärend, benennend, interpretierend, ergänzend, Bedeutung erfindend und zuweisend.


Ziel der Aufnahme ist, die Situation im beschränkten Rechteck so zu komponieren, dass der Eindruck der ursprünglichen, mit zwei Augen wahrgenommenen, viel umfassenderen Situation, sich bestmöglich in dieser Fläche vermittelt.
Prinzipiell nicht machbar, deshalb eine Übersetzung in die Geometrie der Fläche.

Eine Übersetzung jedoch derart, dass einerseits etwas Eigenständiges, Neues entsteht, unabhängig von der Situation, die abgebildet wurde, andererseits aber dennoch die Wahrnehmung der ursprünglichen Situation so weit als möglich transportiert.

Während des Ausrichtens der Kamera werden weniger Einzelheiten, sondern maßgeblich das im Rechteck der Vorschau Abgebildete als Ganzes wahrgenommen und abgeschätzt.
Sobald das Bild stimmt, zu stimmen scheint, wird ausgelöst.
Kontrolle und Wiederholung, iterierend bis zum Erfolg, oder wenn nicht machbar, Abbruch.


Was der andere Betrachter in der Aufnahme sehen mag, wird allerdings genauso unterschiedlich von der eigenen Wahrnehmung sein, wie dessen Wahrnehmung der Situation vor Ort.


Eigenart und Reiz bei diesem Gerät:
Die Vorschau weicht im Ausschnitt grob von der Aufnahme ab, und muss deshalb geschätzt werden, wie oben beschrieben.
Alle Parameter der Aufnahme lassen sich, sofern überhaupt, nur durch Ausrichtung der Kamera beeinflussen.
Einstellmöglichkeiten jeglicher Art existieren nicht.

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 16

„O.K. – Lass mich kurz nachdenken.

Wenn ich das richtig verstanden habe, willst Du mir also glauben machen, dass in der Halle etwas ganz andere geschehen ist, als ich wahrgenommen habe?“

„So würde ich das nicht beschreiben. Die Realität ist subtil. Immer noch Hunger?“

„Sicher! Glatt vergessen. Doch, ja. Jetzt wo Du es sagst. Unbedingt! Bitte ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte und schwarzen Kaffee. Wenn möglich, nicht synthetisch.“

„Ah, ich hatte jetzt an etwas Nahrhafteres, Sättigendes gedacht, letztendlich aber auch egal. Nicht synthetisch. Du machst Witze, hm? Selbst die Monohappen in den Synthoküchen, sind synthetischer als Du denkst. Nicht synthetisch gibt’s nicht mehr, bis auf ein paar skurille Ausnahmen. Aber klar, Schwarzwälder Kirschtorte. Wunder der Übergabe. Und der Simulation. Schließe mich an. Immer wieder ein Erlebnis. Da schauern und kitzeln mich meine Eingeweide, sobald das Gewünschte an der Übergabe, aus der scheinbar blanken Wand gleitet. Wie Schweiß auf der Haut.“

„Danke. – Vorzüglich. – Und was wird da nun simuliert? Klar, das Zeug ist synthetisch. Sieht aber aus und schmeckt, wie ich sie aus meiner Kindheit erinnere. So wie immer. – Der Kaffee ebenfalls.“

„Du wurdest während des Rückfalls geboren? – Deine Generation ist die letzte, die solche Kindheitserinnerungen hat. Was Du da glücklich in Dich hinein spachtelst, entspricht in Form und Aufbau einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte, vermutlich, besteht jedoch aus einer homogenen, grauen Paste in grundlegender Geschmacksrichtung; süß, sauer, salzig, bitter, je nach dem. Letztendlich immer die gleiche Paste, mal härter, mal weicher, mal wässriger, mal körniger, mal luftiger, mal krümeliger, aber immer diese graue Paste, egal was Du isst. Der Kaffee? Sieht aus und schmeckt wie heißes Wasser. Gelegentlich ist Coffein enthalten, natürliches Coffein, warum auch immer. Der gleiche Unsinn wie bei den Zigaretten.“

„Du spinnst.“

„Ich spinne nicht. Wenn, dann spinnt mein Implantat, oder, aus einer anderen Perspektive betrachtet, die Sporen selbst. Denke ich aber nicht. Erfahrung. Das ist, was ich sehe, schmecke und spüre, jenseits der Simulation durch die G-Sporen, dann, wenn ich das Implantat vollständig übernehmen lasse. Ist jedoch eher selten der Fall. Meistens ergebe ich mich der Simulation, weitestgehend. Nichts geht schließlich über ein gut simuliertes Stück Torte.“

„Moment, Du kannst kontrollieren, was und wie Du wahrnimmst?“

„Genaues weiß der Zerebralprothetiker. Ich kann das Verhalten des Implantats, also seine Aktivität, durch Gedanken – hm – durch Gedankenzustände, Mentalzustände, modellieren. Neurosensorik, oder

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 2

mehr ändern – ist vielleicht sogar von Vorteil. Da Du nun schon mal hier bist, füttere ich Dir halt gleich die ganze Geschichte. – Apropos, kannst Du mir erzählen, wo Du warst und warum Du erst jetzt in diese Menschenmenge geraten bist? Ich dachte, Du hättest den Turm längst verlassen?“

„Wenn ich das so genau wüsste …, aber Du bist ja noch anderweitig beschäftigt. Implantierte Realität? Was heißt das? Von wem?“

„Ja, die ganze Zeit schon, mehr oder weniger.“

„Unsinn. Du erzählst immer noch Unsinn. Aber o.k., ich warte. Was soll ich auch anderes tun.“

„Moment, ich bekomm das hin, muss nur noch … bin gleich … für Dich da. An diesem Punkt ist eh Schluss, so wie es aussieht. Bleibt auch für mich nur Warten – für uns. – Unglaublich was da abgeht.“

„Gut, setzen wir uns.“

„Auf den Boden?“

„Jupp.“

„Stühle gibt es hier anscheinend keine, und auch sonst nicht viel.“

„Ähm, jedenfalls nicht wirklich.

„Du willst mich veräppeln.“

„Der rosa Apfel, korrekt.“

„Also, ich habe da eine Pumpgun im Rucksack und – ich war sowieso ziemlich sauer auf Dich, und …“

„Ah, komm, immerhin hab ich Dich grad gerettet.“

„Vor einer Halluzination.“

„Nicht ganz. – Wohin bist Du so still abgezogen, während … nachdem Jochen sich verabschiedet hatte?“

„Ich weiß es nicht.“

„Du weißt es nicht.“

„Das ergibt alles keinen Sinn. Ich erinnere mich, neben euch zu hocken, konnte irgendwie durch die Ebenen schauen, war klasse, dann das Rundherum. Plötzlich stehe ich wieder in dem Raum mit diesem Teil, dem Wechsel, und, dieses Wesen vor mir, in mir, was weiß ich, vor dem Wechsel … ein strahlendes Licht im Wechsel? Ich halte die Pumgun in den Händen …“

„Dein Teufel? Hast Du ihn erledigt?“

„Blödmann. Den Part bekomme ich nicht klar. Als nächstes erwache ich auf dem Boden, nackt, benommen, mit dicken Kopfschmerzen und der Erinnerung an einen irren Traum. Der Raum ist leer, nur mein Kev und der Rucksack sind zu sehen. Ich klaube mich auf und mir wird schlecht. Nassraum, raus aus dem Appartement, rein in die überfüllte Halle. Hilfloses Schweben in der Menge. Der Zugang zum Rundherum ist quasi versperrt. Ich treibe die Halle entlang, und in der Ferne klafft ein Loch in der Wand, durch das alle verschwinden. Ganz toll. Den Rest kennst Du anscheinend.“

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Der Wechsel

Blickwechsel

Starf + Silvie (Epilog Dialog)

„In meinem Rucksack? Aber, ich habe sie doch … gerade eben noch … Ne, nicht wahr! Da ist sie! In meinem Rucksack …“

„Sage ich doch. Andererseits, je nach Wahrnehmung, ist da weder Rucksack noch Pumpgun.“

„Du spinnst. Was meinst Du denn damit? – Was passiert da? – Da draußen in der Halle. Und warum hantierst Du derart hektisch in den visuellen Abwicklungen der Anschlüsse? Das sind doch Anschlüsse? Was ist das für ein Raum?“

„Fragen über Fragen, hm? – Der Scanner. Hab’s gleich. Bin halt hektisch, weißt Du doch.“

„Der Scanner. Aha. Kannst Du mir bitte erklären, was vor sich geht? Ich meine, am Ende der Halle ist eine riesige Öffnung in der Wand und die Leute schwuppen einfach so durch, und dann dieses Schweben …“

„Du hast nicht geschwebt.“

„Hab ich nicht? Toll. Warum hatte ich den Eindruck, ich würde schweben, und die Pumpgun, und die Patrone, kein Knall …?“

„Du sagst es selbst. Du hattest den Eindruck. Täuschend echt, hm? Hast Du schon mal darüber nachgedacht, was das genau bedeutet, ‚echt‘, ‚täuschend‘?“

„Würdest Du bitte von ganz vorne beginnen? In echt und nicht täuschend, und ohne mich dumm zu quatschen? Ich hatte echt nicht viel Schlaf die Nacht und die letzten Stunden waren doch recht enttäuschend, kann mir aber nicht vorstellen das führt zu Halluzinationen, die sich dermaßen täuschend echt anfühlen; oder es ist immer noch Nachtag und ich träume das alles nur. Hah. Schwer zu sagen in dieser Box. Oder meinst Du Projektion? So wie dieses Ding beim Wechsel, das angeblich eine Projektion gewesen sein soll? Kannst Du die Wand nochmal öffnen, den Zugang durch den Du mich rein gezogen hast, oder können wir auf irgendeinem deiner Abbilder in die Halle sehen? Generiert das aus der Verteilung? Ich bekomme hier echt Platzangst.“

„Das würde nichts ändern. Nein, keine Projektion. Und nicht Du bist es, die halluzinierst. – Eigentlich doch. Genau genommen wirst du halluziniert, je nach Glaube und Standpunkt. Und nein, die Verteilung ist nicht alles. Atme mal tief durch. Du bist auch nicht gerade ein Bündel an Ruhe.“

„Häh? Ich existiere nicht?“

„Was meinst Du? Ah nein, Missverständnis. Habe ich unklar formuliert. Ich wollte sagen, unabhängig von deinem Befinden wird dir, nun ja, Realität implantiert. Nur mit einem Implantat, oder eventuell als Abseitiger, kommst du da drum herum. Verwirrend, ich weiß. – Entschuldige. Warte. – Hmm – lass mich das bitte noch beenden. War nicht geplant, Dich mit in den Scanner zu nehmen, schon gar nicht unter diesen Umständen. Lässt sich jetzt nicht

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Der Wechsel – Wechselspiel – Jochen + Ryka (Ende) – 3

Sie lächelte. Sie lächelte tatsächlich. Und ihr Lächeln war verführerisch, charmant, ließ ihn ihr Lächeln erwidern. Doch dies war mehr, als er im Moment fassen konnte, als er wahrhaben wollte.

„Das Leben entstieg seit jeher dem Wasser, Jochen. Es strömt, frisch und rein, in eine bessere Welt, für jene, die weiter kommen, die vertrauen, sich austauschen, sich hingeben. Eine Welt für die Besseren, die Verbesserten. Du darfst ihnen helfen, wenn Du dies wünscht, natürlich, und dies wird Dein Lohn sein, der Lohn aller, die miteinander ringen.“

„O.k., Du willst mich – allen – Ernstes – veräppeln!“, hörte er sich mit bebender Stimme in ihr Gesicht lachen, während sein Blick zwischen ihren wundervollen Brüsten und ihren nicht minder wundervollen Augen hin und her tanzte.

„Du musst aufwachen, Jochen. Die Noren haben Dich verlassen. Die Dauerformer wurden reprogrammiert. Erwache. Komm zu mir, komm zu uns. Komm in die Tiefe unserer allumfassend Dich wärmenden Mitte. Wir sind bereit für Dich, bereit, Dich umschließend und ganz in uns aufzunehmen.“

Mit voller Wucht schlug er geradlinig in ihr Gesicht. Reflexartig. Sie machte einen Satz nach hinten und ging rückwärts zu Boden. Wer musste jetzt aufwachen? Er öffnete seine verkrampfte Faust, spreizte seine Finger und schwang sie mit einem Ruck durch die Luft. Verdammt! War die Frau aus Stein? Dennoch, ein gutes Gefühl, seine schmerzenden Knöchel. Durchschlagende Wirklichkeit. Simulation hin oder her.

Eine erfrischende Klarheit flutete endlich das massive Vakuum in seinem Hirn. Er hatte nur diese eine Realität. Keine Alternative, als sich in ihr zurechtzufinden oder verrückt zu werden. Verharren war eine nicht wünschenswerte Option. Das Sterben ergab sich zwangsläufig, wie von selbst, früher oder später. Nein, nicht jetzt darüber nachdenken, er musste fokussieren, sich ausrichten, auf die elementaren Fragen. Wie weiter? Ziellos. Bald würden die ersten Überlebenden den Strand erreichen. Das neue Volk für eine bessere Welt. Da schien nur ein Weg zu sein, nur ein Weg der sinnvoll war. Der Weg aus dem Meer, hinein ins Innere dieser Landschaft. Er war neugierig, was er in dieser besseren Welt finden würde.

An der Frau vorbeistreifend – wie hatte sie sich genannt? Kyra? Wo war ihr Smoking? – schnappte er, sich vornüberbeugend, den Apfel, den sie groteskerweise immer noch in der Hand hielt, und stieg zitternd, im Sand stolpernd, die Düne hinauf. Ein leises Fiepen klingelte in seinem Ohr. Nachdenklich betrachtete er den glänzend rosanen Apfel in seiner Hand. Warum hatte er Appetit auf sauren Pudding, von allen Dingen?

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Paranoia

„Die ideale, effektive Kontrolle hätte den Kontrollierenden immer mindestens zwei Schritte vor dem Kontrollierten, außerhalb der Wahrnehmung.
Sie wäre zudem effizient, wenn es ihr gelänge dem Kontrollierten genau dies Glauben zu machen.
Die Realität ist schneller als die Wahrheit.“


Dr. paed. Klaasen v. Grust, „Die Legende vom paranoiden Androiden auf dem schwarzen Block“, ask. 2113

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Realität Kunst

„Kunst wird bestimmt durch den Menschen, durch das Individuum.
Durch das Individuum, und seine Wechselwirkung mit sich und allem anderen.
Kunst ist die durch einen Menschen individuell wiedergegebene Realität der durch diesen Menschen individuell wahrgenommenen Wirklichkeit.

Kunst ist nicht objektivierbar.
Wäre sie objektivierbar, gäbe es keine Kunst.
Es gäbe nur diese eine Wirklichkeit.

Diese eine Wirklichkeit, so wie sie für jene Lebewesen erscheint, die sich ihrer selbst, ihrer Existenz, nicht bewusst sind.
Doch dem Menschen, und nur diesem, ist die Wirklichkeit in einer unendlichen Anzahl Realitäten denkbar, ist Kunst denkbar.“


Esrox Kazen, „Die Realität in der Kunst Wirklichkeit", sch. 2053

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In meinem Raum – 3

Wesen deshalb? Blinder Glaube. Gehörsam einsam in einmassierter Menge. Die Gabel schwebt zum Mund, der mit Ingwer belegte Harzer zergeht nicht auf der Zunge, Zähne kauen, Rächen schluckt, verschluckt, Panik duckt, verhungern, ersticken oder Einheitsbrei. Aber doch nicht Harzer mit Ingwer. Senf dazu geben. Nein, da haben wir aber schon noch ein paar mehr in petto auf Lager. Mischen wir uns nicht in innere Angelegenheiten. Pfeif nicht wenn du pisst. Das wusste schon Herr Wilson. Robert Anton. Don’t Panic. Andere Schneiden Hecken und blicken durch, wenn auch nicht über den voll gefüllten Rand ihres Tellers und verschlucken sich trotzdem oder hüsteln, leider ohne zu verschwinden.

Ich bin eigentlich schon Tod jeder Tag der mir geschenkt wird betrachte ich als Gottes Gnade nicht das ich an Gott glauben würde aber du weißt schon was ich meine und erfreue mich an jedem Detail des an mir vorbei rauschenden Lebens im Zug nach Nirgendwo sitzend von Nirgendwo kommend Musik in den Ohren die Realität transformierend schwarzweiße Kühe auf grüner Wiese erleuchtet grasend folgen zwei Autos nebeneinander gleich ziehend driften aneinander vorbei wie zwei Freunde die sich nie wieder sehen werden. Liebe. Endlose Weite bei 210, grün blau grün blau grün blau ein Pianosolo. Eine Reise ohne Abfahrt, Ziel und Ankunft, aber so in etwa habe ich das ja schon im letzten Absatz geschrieben, ewiglich unterwegs. Die Uhr tickt nicht mehr, dafür kann sie leuchten und die Richtung weisen in die der Fortschritt nicht fortschreitend fort schreitet und bleibt Schein ohne Sein im Schein Nichtsein Sonne erleuchtet und blendet in einem Atemzug Augenzwinkern Zucken. Ich brauche mehr Papier. Häuser wachsen aus dem Boden eilen geschossgleich von vorne wusch nach hinten an mir vorbei. Schwarze Löcher und Offenbarungen. Morgen kommt, Nacht versinkt, Wolken bespielen den Himmel in lautlos ergreifenden Sinfonien. Realität ist nur ein Abbild der Wirklichkeit die endlos sich wiederholend immer wieder neu erfindet. Der wahre Kern des Göttlichen. Wahre Hilfe braucht keine Belohnung sich selbst schon Belohnung ist in dem hin geben unendliche Befriedigung und Glückseligkeit. Heilen. Hast Du Angst vor dem Sterben, erschrickt Dich der Gedanke zu Tode? Prophezeiungen erfüllen sich immer von selbst ist der Mann und der Weg endlos kann er beim Orgasmus tatsächlich Sterne sehen der mächtigen Ohnmacht nahe dem kleinen Tod. Vielleicht starb unsere Beziehung deshalb. Scherz beiseite. Der Drang wieder zu zeichnen hat mir die Augen geöffnet sehe ich auch wieder ohne Hilfe klar und deutlich das Gefühl welches dem Verstand so unerträglich schmerzvoll hinterherhinkt bleibt so wie Du ein Teil in mir das einzig Wahre Schrift zieht auf stillen Wagons … vorbei! Wenn Bier dann Guinness. Gruben die man sich

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C’est tout pour aujourd’hui

Ruhe in Gummibändern
Aufgeregte Plastiktüten
When skys explode
Moving masses
Inducing time in space
And you're smiling
Dying upon a butterfly
Wenn Hitze zerfließt
Realität gerinnt
Versagt verzagen
Running over dew
Slipping through my shoes
An elephant in my heart
Erinnerungen an die Zukunft
Erinnerungen an
Dich
Vermiss ich
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Alles … Nichts

Nichts gleicht der Realität Relativität Relationen.
Der Relationen Realität Relativität gleicht nichts.
Nichts gleicht der Relativität Relationen Realität.
Der Relationen Relativität Realität gleicht nichts.
Nichts gleicht der Realität Relationen Relativität.
Der Relativität Realität Relationen gleicht nichts.


Die rotierenden, schwingenden Birnen sind die Ursache.
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