Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

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Stunden Projekt – 2

Sollten Sie hier dennoch Angaben zu den Stunden der Nichttätigkeit benötigen, kalkulieren Sie bitte für die Montage, an denen ich laut nicht erfolgtem Eintrag der Stunden nicht für das Projekt tätig sein werde, die 7,75 Stunden der Montage, an denen ich laut erfolgtem Stundeneintrag für das Projekt tätig sein werde, und für die anderen Tage, an denen ich laut nicht erfolgtem Eintrag der Stunden nicht für das Projekt tätig sein werde, die jeweils 9,00 Stunden der Tage, an denen ich wiederum laut erfolgtem Stundeneintrag für das Projekt tätig sein werde, mit Ausnahme aller Dienstage, an denen ich, wie vorab als Bedingung mitgeteilt, grundsätzlich nicht für dieses Projekt zur Verfügung stehe und ich somit also a priori an diesen Tagen keinerlei Stunden nicht nicht für Sie tätig sein können werde.

Ihr Signal zu meiner Versicherung habe ich dankbar wahrgenommen. Die zeitnahe Zusendung der Vertragsunterlagen, sobald Ihr Auftraggeber die Finanzierung wie von Ihnen beschrieben finalisiert hat, oder aber eine rechtzeitige Projekt Absage Ihrerseits, sofern ihr Auftraggeber zu keinem positiven Abschluss gelangt, würde mich umso mehr freuen. Über das Datum des anvisierten Projektbeginns hinaus, das heißt, in 10 Tagen, kann ich jedoch meine Zusage nicht garantieren. Ich hoffe in dieser Hinsicht auf Ihre professionelle Fairness.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen, K. D.

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Fundamente der Gerächtigkeit

„Und so wie gerufen, da kamen sie, zusammen, die geistig inkontinenten Söldner fundamentaler Gerächtigkeit und ihre Schar unseliger Mitläufer und Gönner, nach langem Warten und zur Rechten Zeit, endlich wieder ein Feind, der sie alle vereint, ein ganz eigener Feind, ein Feind, welcher sinnlos Leben nun umfassend mit Sterben belohnte, ein Feind, der den Weg frei räumte, frei räumte für die, ihre Hände im Öl der Unschuld Badenden fundamentaler Gerächtigkeit.“


Paula Harkuun Salem-Ram, „Die Letzten werden nie die Ersten sein“, isi. 2053

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Ape Won – Alles ist Fremd – 5

Weit über unseren Köpfen verfängt sich das grelle Licht der Sonne bei 32K im Grün dichten Blätterwerks. Mit dem was übrig bleibt, malt sie in 2880 dpi impressionistisch flimmernde Lichtflecken auf die Pflastersteine des Weges. Zu unserer Linken abgestellt, vermeintliche Selbsts der Aufbewahrten, Raum bildend, so wie zu unserer Rechten die Gitter und Mauern vor ihren Schutzstätten. Unsichtbare Vögel zwitschern fröhlich in THX zertifiziertem DTS Surround Original Sound. Hin und wieder, Schritt für Schritt, blickt Herr „Draußen ist Krieg“ nervös um sich. Die Anspannung in den Wangen schmerzt. Ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen.

Auf der zur Straße gelegenen Terrasse nehmen wir Platz. Ein runder Tisch zwischen uns. Ich sitze mit dem Rücken zum Kaffee, er mir gegenüber. Hinter ihm der leere Gehweg, die Fahrstraße und der voll geparkte Marktplatz, an dem entlang die Hauptverkehrsstraße samt Verkehr in einer Kurve unter die S-Bahn Brücke taucht. Keine Bäume hier. Reinstes Blau spannt tief hoch oben. Die Dinge um uns herum scheinen überbelichtet; die Dinge, die da sind. Ein Ober kommt an den Tisch. Mit halb zugekniffenem linken Auge blicke ich ihn an und bestelle einen Cappuccino, der Fremde einen Kaffee, schwarz, ohne Zucker. Das Weiß der Decke erblindet mich beinahe.

„Sie irren sich offensichtlich. Sehen Sie?

„Des Sonnenschein trügerisches Blenden mag sie von Zeit zu Zeit erblinden.“

„Ach kommen Sie, genießen Sie ihren Kaffee, das angenehme Wetter und den Frieden.“

„Ihr Blickwinkel ist sehr eingeschränkt.“

„Na Sie reden doch die ganze Zeit nur vom Krieg. Ist Ihnen nicht furchtbar warm in dem Anzug?“

„Jetzt wo Sie das sagen, ja.“

Er knöpft mit der rechten Hand sein Sakko auf, greift unter die linke Seite, holt die Hand wieder hervor, legt sie auf den Tisch und zieht sie langsam zurück. Die Waffe bleibt liegen.

„Sind Sie irre? Warum haben Sie eine Pistole?“

„Sprache ist oft eigenartig, eigenartige Zufälle, Kombinationen von Buchstaben. Schauen Sie, zum Beispiel das Wort Waffe. Es enthält das Wort Affe. Der englische Begriff ebenso, wenn auch nicht so offensichtlich. Wundersamer Weise lässt sich aus den Buchstaben sogar ein sinnvolle Wortfolge kombinieren. Ape won.“

„Toll. Spätesten im Französischen scheitert ihr Wortspiel.“

„Das ist nicht von Bedeutung.“

„Haben Sie einen Waffenschein?“

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Ape Won – Alles ist Fremd – 4

Schweißtropfen auf seiner Stirn glitzern im streifenden Licht der Sonne, das aus dem Schlafraum durch einen Türspalt scheint.

„Ja was? Nun sind Sie ja doch herein gekommen.“

„Ich war ungeduldig und erinnerte mich. Für einen Moment hatte ich vergessen. Ich kam von draußen zu Ihnen, aus der Sonne. Draußen ist Krieg.“

„Und ich hatte gehofft, das hätten wir geklärt. Deshalb wollten wir doch wieder raus, damit Sie sehen: da ist kein Krieg.“

„Sie glauben mir nicht.“

„Das hat wenig mit Glauben zu tun.“

„Da haben Sie Recht. Genau aus diesem Grund sollten wir nicht hinaus gehen. Das wäre heute das dritte Mal.“

„Das dritte Mal. Sie haben vor mir schon bei drei anderen geklopft? Oder waren Sie heute drei mal draußen ... trotz Krieg.“

„Das ist schwer zu sagen. Drei, vielleicht waren es auch vier oder sechs.“

„Sie machen eine kleine Rundtour, hm? Haben sie denen auch erzählt, draußen sei Krieg?“

„Das war mein Anliegen, doch ich kam zu spät.“

„Querschläger, nehme ich an.“

„Das wäre eine Möglichkeit.“

„Mein guter Mann, Sie haben ein Problem.“

„Das ist nicht meine Entscheidung. Wir haben beide ein Problem. Draußen ist Krieg.“

Ich greife das Revolution aus meiner Hosentasche, streichele es wach und hohle die aktuellen Nachrichten nach vorne.

„Schauen Sie, wäre draußen Krieg, warum wird das hier nirgendwo erwähnt? Wäre eine unschlagbare Schlagzeile!“

„Sie vertrauen den Bildern dieser Maschine, mir aber vertrauen Sie nicht? Erscheint Ihnen dies nicht bizarr?“

„Erfahrung. Sie kenne ich nicht. Aber wir können ebenso gut aus dem Fenster gucken, oder besser noch, ganz direkt und wie verabredet, hinaus gehen, zum Cafe am Ende der Straße schlendern. Ich lade Sie ein. Was halten Sie davon?“

„Sie denken, diesen Datenschwarm einschätzen zu können? Aus Erfahrung? Wie lange leben Sie schon? – Sie sollten besser nicht zum Fenster hinaus sehen.“

„Die Querschläger.“

„Unter Anderem.“

„War klar. Da fällt mir ein, das muss der Bezug sein von dem Sie sprachen. Ich schaute aus dem Fenster, kurz bevor ich ihr Klopfen wahrnahm.“

„Erstaunlich, dass Sie sich das gemerkt haben.“

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Ape Won – Alles ist Fremd – 3

„Aber Sie haben an meine Tür geklopft, und nicht ich an Ihre.“

„Vertrauen Sie jedem, der an Ihre Tür klopft?“

„Warum haben Sie nicht geklingelt?“

„Das hätten Sie überhört.“

„Sie waren sehr ausdauernd. Woher wissen Sie, – was rede ich eigentlich mit Ihnen? Was wollen Sie mir verkaufen? Staubsauger, Jesus, Schnaps? Ist das überhaupt noch üblich? Tür zu Tür?“

„Alles was Ihnen bisher geschah, konnten Sie auf vorausgegangene Ereignisse zurückführen, egal wie weit zeitlich oder räumlich entfernt. Ihr Leben hatte in jedem Moment einen, wenn auch noch so kleinen, Bezug zu ihrem bisherigem Leben, habe ich recht?“

„Machen Sie jetzt den Verschwörer, hm? Das Geschäft mit dem Krieg vor der Haustür als Bonus? Was für eine Frage. Keine Ahnung, könnte wohl so sein, noch nicht wirklich drüber nachgedacht. Ich führe kein Buch über mein Leben. Entweder Sie kommen jetzt rein, oder ich komme zu Ihnen hinaus und wir gehen etwas spazieren. Tolle Sonne heute wieder. Wird Ihnen gut tun; mir sowieso.“

„Das ließe sich vielleicht arrangieren.“

„O.k., warten Sie einen Moment.“

Ich klappe die Tür zu und ziehe den Riegel knarzend, scharrend, klackend in die Falle.

Das Klopfen beginnt erneut. Ich gehe zwei Schritte zurück, drücke den Riegel wieder heraus, ein Knall auf Metall, drücke die Klinke, ziehe die Tür auf.

„Kennen Sie mich?“

„Nun warten Sie doch mal kurz, bin gleich wieder zurück, hole nur Schlüssel, Portemonnaie und Teledings.“

„Sagen Sie, kennen Sie mich?“

„Nein, woher sollte ich Sie kennen?“

„Und, Sie finden das nicht verwunderlich, dass ich an Ihre Tür klopfe?“

„Doch schon, Klingeln erscheint mir jedenfalls weniger verwunderlich, aber darüber können wir auch spazierend unter blauem Himmel plaudern.“

„Ja, Sie haben vermutlich recht. Erhoffen Sie sich Nichts. Das Reden wird überschätzt. Am Anfang war das Ding, nicht das Wort. Und das Ding zeugte, was das Zeug hielt. Ich warte. Bitte beeilen Sie sich.“

Wir starren uns an.

„Ein Clown zu viel heut Morgen?“

Abermals klappe ich die Wohnungstür zu, erspare dem Riegel die Falle. Schlüssel, Portemonnaie und Revolution liegen auf dem Küchenwagen. Auf dem Weg zurück verteile ich die Dinge des Lebens in meine Hosentaschen, hebe den Kopf, und da steht er vor mir. Der Mann. Im Flur. Kleine

Schwerelos Wasser Kanten

in: Die Dinge die da sind — B2G Revolution Live

Xabu Iborian | Schwerelos Wasser Kanten KommTier! | Auf | |

Ab dem zweiten Obergeschoss muss die Höhe der Brüstung über dem Fußboden auf der Innenseite des Raumes größer sein, als im ersten Obergeschoss. Da der Architekt jedoch Fenster mit geringerem Höhenmaß ab dem zweiten Obergeschoss Scheiße findet, kommt ein Rundrohr in der Laibung zum Einsatz, dessen Unterkante Abstand von der Oberkante Brüstung zudem einem Kleinkind das Hindurchkrabbeln zwischen Unterkante Rundrohr und Oberkante Brüstung nicht ermöglichen sollte, sofern diesem der Aufstieg zur Oberkante der Brüstung gelingt.
Da es diese Regel nicht gibt, ist das Höhenmaß der Fenster im ersten Obergeschoss unter Umständen geringer, als in den Geschossen darüber. Oder es wurde eine Ausnahmegenehmigung für die Fenster im ersten Obergeschoss beantragt und erteilt, damit das Höhenmaß der Fenster dort so sein kann wie es ist, ohne den Einsatz eines Rundrohres erforderlich zu machen.

Aber nein.
Alles Unsinn.
Nur eine Frage der Perspektive.

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 11

der Vergangenheit für die Existenz jener, denen die Sporen nicht nur Bewusstsein brachten, sondern auch ein Bewusstsein über die Sporen selbst, und somit ein Maß an Kontrolle über die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Nein, ich meine Raumstationen, Forschungslabore im Himmel, weit über dem Boden schwebend, höher als ein Schifter fliegt. Die dort forschenden Wissenschaftler entdeckten Sporen im Erdmagnetfeld. Ob gezielt danach gesucht wurde, ist nicht überliefert. Sie stellten jedoch anscheinend überrascht fest, dass es sich bei diesen Sporen um die gleichen handelt, wie die von Selbiger entdeckten. Nicht wirklich verwundert der anschließende Nachweis, der Manipulierbarkeit der Sporenaktivität im Gehirn mittels elektromagnetischer Wellen. Für uns sieht das nicht nach Zufall aus.“

„Jetzt verlierst Du mich doch. Was sind elektromagnetische Wellen? Was ist ein Erdmagnetfeld? O.k., ich weiß, dass da, wo ich die Sterne sehe, den Mond, die Sonne, dass es da extrem kalt sein soll, keine Luft zum atmen existiert und das Licht der Sonne dich verbrennt und anderen Schaden verursacht, so wie beim Brand. Wie konnten die da leben? Und dieses ganze Psychoding, das treibt mir Schauer über den Rücken. Genau wie diese unangenehmen Kontakttheken, die Du so gerne besuchst.“

„Das ist gut. Vergiss Deine Fragen nicht. Wie konnten die da leben? Denk nach. Wie kannst Du im Wasser leben, in der Sub? – Die Kontakttheken. Simulation, Übermittlung, Anschluss … das reicht nicht für eine vollständige Sublimation. – Nicht genug Zeit jetzt. Entscheidend ist, die Sporen und deren Aktivität lassen sich gezielt beeinflussen. Deine Wahrnehmung, oder besser gesagt dein Bewusstsein, deine erlebten Sinneseindrücke, können auf grundlegende Weise manipuliert werden. Durch die damals rasante Verbreitung mobiler, auf Funktechnologie basierender Geräte für Kommunikation und Datenaustausch, das Interess dient unter Anderem dem gleichen Zweck, werden authentische Feldversuche ein Kinderspiel.“

„Du meinst DAS Interess? Das haben doch alle von Geburt an. Das ist doch kein Gerät. Logisch ist das mobil, bewegt sich ja mit mir. Was sind Feldversuche, Funk?“

„Nicht alle, aber fast. Das Interess ist ein Gerät, auch wenn es sich anfühlt wie ein Teil Deines Körpers, vertrau mir.

Extensive Computerisierung und Digitalisierung treiben die Entwicklung schwungvoll voran. Kleine, ferngesteuerte Fluggeräte schweben überall im öffentlichen Raum herum und werden eine Zeit lang als Übermittler, als Verstärker der Signale eingesetzt.“

„Fluggeräte? So wie die Schifter?“

„Ja, nur viel, viel kleiner und, ja, wenn Du so willst, über eine Art Anschluss gesteuert, ähnlich wie die Pseudon.“

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 10

Wissenschaftler die Brisanz des Materials jedoch klar gewesen sein. Welche Auswirkungen das allgemeine Bekanntwerden gehabt hätte? Eine potentielle Sensation? Schwer zu sagen.“

„Ja, und dann? Wurde das Thema für beendet erklärt? Kann nicht sein, oder? Und die Studentin?“

„Offiziell schon, das heißt nein, offiziell gab es das Thema gar nicht. Hinter verschlossenen Türen wird die Forschung selbstverständlich weiter geführt; kontrolliert durch die Administration und das Militär. Nach 1953 gelangen wesentliche Entdeckungen in der Biochemie mit Bezug zur Hirnforschung, sowie in der Hirnforschung selbst, nicht mehr an die Öffentlichkeit, abgesehen von irrelevanten, unverfänglichen Erkenntnissen. Das Thema Gentechnologie tritt stattdessen in den Vordergrund öffentlicher Wahrnehmung und bleibt dort bestimmend bis weit ins nächste Jahrtausend. Was aus der Studentin wurde? Darüber liegen keine Informationen vor.“

„Verschwörungstheorien waren weit verbreitet vor dem Brand.“

„Ja. Leider. Und nicht von ungefähr. Die wirklich entscheidenden Zusammenhänge nahm kaum jemand wahr.

Forschungsergebnisse Mitte der Neunziger des 2o. Jahrhunderts belegen folgendes: Die Sporen gelangen tatsächlich, wie von Selbiger angenommen, erst nach der Geburt in den menschlichen Körper, quasi mit dem ersten Atemzug. Genauso verlassen sie den Körper auch wieder, mit dem letzten Atemzug. Nicht ganz so prosaisch, aber vom Prinzip her. Während Geburt und Tod wurden sie auch außerhalb des Körpers nachgewiesen, im näheren Umfeld, sonst jedoch nirgendwo. Vorerst.“

„Und woher kommt das Zeug dann bitte? – Hunger!“

„Mutter, Vater, die Menschen in der Nähe. Während deiner Geburt oder zum erst bestmöglichen Zeitpunkt. Je später, desto wahrscheinlicher jedoch die Möglichkeit unvollständiger Symbiosen und deren Nebeneffekten. Stirbst Du, suchen sie sich einen Zwischenwirt. Woher sie ursprünglich stammen? Ist in letzter Konsequenz nicht geklärt. Wieso sie tun was sie tun? Auch an dieser Stelle keine neuen Erkenntnisse. Ein weiteres Teil im Puzzle der natürlichen Selbstorganisation. Die Sporen werden, soweit möglich und soweit die Definitionen greifen, zweifelsfrei als Grundlage für die Existenz von Bewusstsein identifiziert, nicht nur dem Bewusstsein von Dir selbst, sondern auch dem, was als Qualia bezeichnet wurde, deinem ganz eigenen Sinneseindruck. – War Raumfahrt mal ein Thema in Deinen Übermittlungen? Raumstationen?“

„Märchen über im Himmel schwebende Schlösser?“

„Witzig. Apropos Märchen, Zauberer, Hexen, Nebeneffekte, etc.. Indizien

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 8

„Hast Du eigentlich mal Tiere erlebt, lebendig, direkt?“

„Wenige. Jedenfalls wenige mit vier Gliedmaßen. In den Ballungen können sie nicht leben und außerhalb sind sie über Wasser inzwischen so selten, wie das Land selbst.“

„Die haben früher wirklich das Gehirn von lebenden Tieren untersucht, bei vollem Bewusstsein?“

„Das war üblich in der Forschung. Bewusstsein bei Tieren, das entsprach längst nicht der allgemeinen Auffassung. Oder aber der Gedanke wurde ignoriert – zum Wohle des Menschen. Anästhesie stand noch am Anfang. Macht aber auch nicht bei allen Experimenten Sinn. Doch ja, da war Widerstand, vereinzelt. Selbigers Thesen hätten diesen Widerstand überzeugend stützen können, wären sie denn anerkannt worden. Er hat damals zwar schon Ether verwendet, das änderte aber nichts am anschließenden Tod der Tiere, mag dieser auch schmerzlos gewesen sein.“

„Und wenn die Entwicklung von Julians Gehirn ganz einfach anders verlief, als die von Kasimirs?“

„Möglich. Ebenso möglich, wie Selbigers Annahme einer Symbiose mit den von ihm entdeckten Sporen, die bei Kasimir fehlschlug. Aus welchen Gründen auch immer.“

„Eben, die Ursache dafür hat er doch gar nicht entdeckt. Und warum dann diese Sporen ins Spiel bringen, die sich zudem in der Umwelt nicht nachweisen lassen, wenn eine einfache Erklärung genau so viel Sinn macht, wenn nicht mehr?“

„Korrekt, er konnte den Grund für Julius Andersartigkeit nicht klären. Seine Erkenntnisse erwiesen sich jedoch später als von weitaus größerer Bedeutung. Und ich würde Dir zustimmen, wäre da nicht ein weiteres Indiz, das Selbiger nur wenige Monate vor seinem Tod notierte. Ihm gelang, die Zellstrukturen experimentell hervorzurufen, spontan. Wohlgemerkt im toten, biologisch inaktiven Gehirn. Er konnte diesen Zustand jedoch nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten; nach kurzem verschwanden die Sporen wieder. Das nahm von seinen Kollegen, und im weiteren wissenschaftlichen Umfeld, aber schon kaum jemand mehr zur Kenntnis. Diejenigen die ihn noch lasen, warfen ihm Alter, unsauberes Arbeiten und Manipulation vor. Die Kirche sprach gar von Ketzerei. Die Kirche. Zu Zeiten der Inquisition hätte man Selbiger und seinen Sohn verbrannt. Wahrscheinlich die ganze Familie, und jeden der mit ihr in Verbindung stand. Menschen wie Julian wurden schon immer benachteiligt, abgesondert, verfolgt, weggesperrt, gefoltert oder umgebracht.“

„Was wurde aus den beiden Söhnen?“

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 3

„Der aktivierte Wechsel. – Das passt zum Scan. Die teiltransparenten Böden lassen sich auch erklären. Doch das Drumherum? Wieder nur eine Projektion, die Dich abhalten sollte? Warum? Warum solltest gerade Du abgehalten werden?“

„Ja, und warum war ich überhaupt in dem Raum? – Scan?“

„Wir sind im Scanner?! – Binderdroge?“

„Das in der Halle war anders. Kann ich mir außerdem nicht leisten bei meinem Anschluss. Was für eine dumme Frage, Stefan. Du weißt, dass ich diesem Psychozeugs nichts abgewinnen kann. – Kam ich Dir so vor in den letzten Monaten?“

„Manchmal? – Ne, ehrlich, keinen blassen Schimmer, wie das zusammenhängt, was Du erlebt hast. Es sei denn, es hat die gleiche Ursache, wie Deine Wahrnehmung in der Halle. Ein ‚Warum‘ beantwortet das allerdings nicht.“

„Lag vielleicht auch an Dir, die letzten Monate… – O.K., das heißt, du kannst zumindest erklären, was in der Halle geschieht, mal abgesehen vom ‚warum‘. Halluzination? Implantat?“

„Nein, nicht was in der Halle geschieht, und auch nicht, was in den anderen Türmen geschieht; nur, wie Dein Erlebnis in der Halle zustande kam.“

„Ist doch schon mal was. Bin gespannt.“

„Sitzt Du bequem? Schätze es macht Sinn, am Anfang zu beginnen, am Zeitpunkt der ersten Entdeckung. Wird eine Weile dauern, das alles aufzurollen.“

„Welche Entdeckung?“

„Ist ungefähr dreihundert Jahre her. Der Mediziner, Zoologe …“

„Du willst mich weiter veräppeln. Vor dreihundert Jahren gab es einen Bezug zur aktuellen Situation in der Halle?“

„Nein, will ich nicht, aber da ist noch mehr als nur Dein Erlebnis in der Halle. Hör doch erst mal weiter zu. Das Thema wurde sogar in den frühen Übermittlungen gelehrt. Ansatzweise, bis zu einem gewissen Punkt jedenfalls.“

„Nicht das ich wüsste.“

„Eben.“

„Der dreihundert Jahre alte Medizinmann?“

„Dein Humor ist – so außerordentlich – frisch. Nein, er war nicht dreihundert Jahre alt, wäre aber drüber, würde er noch leben. Er hatte zwei Söhne, Zwillinge. Der eine entwickelte sich zwar verzögert, aber letztendlich doch wie erwartet; Verhalten, Lernen, Beziehungen, gewöhnlich und unauffällig. Der andere, Julian, war äußerlich nicht von seinem Bruder

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Der Wechsel – Blickwechsel – Starf + Silvie (Epilog Dialog) – 2

mehr ändern – ist vielleicht sogar von Vorteil. Da Du nun schon mal hier bist, füttere ich Dir halt gleich die ganze Geschichte. – Apropos, kannst Du mir erzählen, wo Du warst und warum Du erst jetzt in diese Menschenmenge geraten bist? Ich dachte, Du hättest den Turm längst verlassen?“

„Wenn ich das so genau wüsste …, aber Du bist ja noch anderweitig beschäftigt. Implantierte Realität? Was heißt das? Von wem?“

„Ja, die ganze Zeit schon, mehr oder weniger.“

„Unsinn. Du erzählst immer noch Unsinn. Aber o.k., ich warte. Was soll ich auch anderes tun.“

„Moment, ich bekomm das hin, muss nur noch … bin gleich … für Dich da. An diesem Punkt ist eh Schluss, so wie es aussieht. Bleibt auch für mich nur Warten – für uns. – Unglaublich was da abgeht.“

„Gut, setzen wir uns.“

„Auf den Boden?“

„Jupp.“

„Stühle gibt es hier anscheinend keine, und auch sonst nicht viel.“

„Ähm, jedenfalls nicht wirklich.

„Du willst mich veräppeln.“

„Der rosa Apfel, korrekt.“

„Also, ich habe da eine Pumpgun im Rucksack und – ich war sowieso ziemlich sauer auf Dich, und …“

„Ah, komm, immerhin hab ich Dich grad gerettet.“

„Vor einer Halluzination.“

„Nicht ganz. – Wohin bist Du so still abgezogen, während … nachdem Jochen sich verabschiedet hatte?“

„Ich weiß es nicht.“

„Du weißt es nicht.“

„Das ergibt alles keinen Sinn. Ich erinnere mich, neben euch zu hocken, konnte irgendwie durch die Ebenen schauen, war klasse, dann das Rundherum. Plötzlich stehe ich wieder in dem Raum mit diesem Teil, dem Wechsel, und, dieses Wesen vor mir, in mir, was weiß ich, vor dem Wechsel … ein strahlendes Licht im Wechsel? Ich halte die Pumgun in den Händen …“

„Dein Teufel? Hast Du ihn erledigt?“

„Blödmann. Den Part bekomme ich nicht klar. Als nächstes erwache ich auf dem Boden, nackt, benommen, mit dicken Kopfschmerzen und der Erinnerung an einen irren Traum. Der Raum ist leer, nur mein Kev und der Rucksack sind zu sehen. Ich klaube mich auf und mir wird schlecht. Nassraum, raus aus dem Appartement, rein in die überfüllte Halle. Hilfloses Schweben in der Menge. Der Zugang zum Rundherum ist quasi versperrt. Ich treibe die Halle entlang, und in der Ferne klafft ein Loch in der Wand, durch das alle verschwinden. Ganz toll. Den Rest kennst Du anscheinend.“

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Der Wechsel

Blickwechsel

Starf + Silvie (Epilog Dialog)

„In meinem Rucksack? Aber, ich habe sie doch … gerade eben noch … Ne, nicht wahr! Da ist sie! In meinem Rucksack …“

„Sage ich doch. Andererseits, je nach Wahrnehmung, ist da weder Rucksack noch Pumpgun.“

„Du spinnst. Was meinst Du denn damit? – Was passiert da? – Da draußen in der Halle. Und warum hantierst Du derart hektisch in den visuellen Abwicklungen der Anschlüsse? Das sind doch Anschlüsse? Was ist das für ein Raum?“

„Fragen über Fragen, hm? – Der Scanner. Hab’s gleich. Bin halt hektisch, weißt Du doch.“

„Der Scanner. Aha. Kannst Du mir bitte erklären, was vor sich geht? Ich meine, am Ende der Halle ist eine riesige Öffnung in der Wand und die Leute schwuppen einfach so durch, und dann dieses Schweben …“

„Du hast nicht geschwebt.“

„Hab ich nicht? Toll. Warum hatte ich den Eindruck, ich würde schweben, und die Pumpgun, und die Patrone, kein Knall …?“

„Du sagst es selbst. Du hattest den Eindruck. Täuschend echt, hm? Hast Du schon mal darüber nachgedacht, was das genau bedeutet, ‚echt‘, ‚täuschend‘?“

„Würdest Du bitte von ganz vorne beginnen? In echt und nicht täuschend, und ohne mich dumm zu quatschen? Ich hatte echt nicht viel Schlaf die Nacht und die letzten Stunden waren doch recht enttäuschend, kann mir aber nicht vorstellen das führt zu Halluzinationen, die sich dermaßen täuschend echt anfühlen; oder es ist immer noch Nachtag und ich träume das alles nur. Hah. Schwer zu sagen in dieser Box. Oder meinst Du Projektion? So wie dieses Ding beim Wechsel, das angeblich eine Projektion gewesen sein soll? Kannst Du die Wand nochmal öffnen, den Zugang durch den Du mich rein gezogen hast, oder können wir auf irgendeinem deiner Abbilder in die Halle sehen? Generiert das aus der Verteilung? Ich bekomme hier echt Platzangst.“

„Das würde nichts ändern. Nein, keine Projektion. Und nicht Du bist es, die halluzinierst. – Eigentlich doch. Genau genommen wirst du halluziniert, je nach Glaube und Standpunkt. Und nein, die Verteilung ist nicht alles. Atme mal tief durch. Du bist auch nicht gerade ein Bündel an Ruhe.“

„Häh? Ich existiere nicht?“

„Was meinst Du? Ah nein, Missverständnis. Habe ich unklar formuliert. Ich wollte sagen, unabhängig von deinem Befinden wird dir, nun ja, Realität implantiert. Nur mit einem Implantat, oder eventuell als Abseitiger, kommst du da drum herum. Verwirrend, ich weiß. – Entschuldige. Warte. – Hmm – lass mich das bitte noch beenden. War nicht geplant, Dich mit in den Scanner zu nehmen, schon gar nicht unter diesen Umständen. Lässt sich jetzt nicht

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Der Wechsel – Wechselspiel – Starf + Suzan – 5

der anderen Seite löst sich ein poppendes, luftiges Knattern. Uuuuuhhhhhhhh. Rundherum Erleichterung, Erlösung.

Das System ist Fail-Safe, heißt es. Mit einer Last weniger im Gepäck, jedoch bleibendem Knarzen, haste ich, im Schritt den Beckenzip schließend, zurück in den Scannerraum vor die Anschlüsse, und binde mich ein, verfolge, prüfe, scanne, staune.

Nach einer Weile konzentriertem Tun, beginne ich an meinem Implantat zu zweifeln, angesichts dessen was sich da auftut. Es wird wohl besser sein, ich binde mich auch in die Hallen der restlichen Türme. Von Ebene zu Ebene transferierend, ein Turm nach dem anderen, zieht der Wahnsinn in mir vorbei. Über die gesamte Ballung, das gleiche Bild. Nur der innere Bereich, das Zentrum, die Sub, scheinen nicht betroffen. Warum registriert das niemand? Warum werden da keine Wächter entsendet?

Wieder zurück, fallen mir zwei über die Menschenmenge ragende Hände mit einer Schaller auf. Ich binde mich gezielter ein, komme näher und erkenne Silvie, wie sie stirnrunzelnd den Freiraum über sich anstaunt. Fuck. Wie kommt denn die jetzt da hin? Ich löse mich, eile hinüber zur Hallenwand und öffne den Zugang.

Ein Knall. Heilige Scheiße. Eine Explosion? Die Schaller?! Ich lehne mich nach draußen und sehe Silvie ein paar Meter entfernt in der Menschenmenge treiben. Von der Masse Angeschlossener gedrängt, kommt sie näher, fuchtelt mit den Händen über ihrem Kopf an einer Monoschaller, und steckt sie schließlich, merkwürdig umständlich, in den Halbpack über ihren Schultern. Monoschaller, Halbpack; was für ein Mist. Als wären alle in einer abgedrehten Simulation. Sie driftet zu mir, weiter, weiter, am Rundherum vorbei, bis sie auf Höhe der Öffnung ankommt. Ich lehne mich soweit möglich in die Halle, greife ihren rechten Arm und zerre sie, durch die nachdrängende, schiebende Menge hindurch, in meine Richtung. Erschrocken blickt Silvie überall hin, nur nicht zu mir. Einige der Angeschlossenen, die scheinbar besinnungslos einen Fuß vor den anderen setzen, stolpern, fangen sich, taumeln weiter. Silvie sieht meinen Arm, lächelt ein breites Grinsen, schaut mir endlich in die Augen und scheint mich erleichtert zu erkennen. Ich hole sie dicht an meine Seite, greife um ihre Hüfte, ziehe uns beide zurück in den Scanner, lasse sie wieder los und wische die Öffnung weg.

„Starf?!“, sie wendet sich zur Halle, starrt gegen die blanke Wand, „Was? Meine Pumpgun?!“

„Steckt in Deinem Rucksack.“

Sollte ich mich auch noch in die anderen Ballungen einbinden? Obwohl, eine globale Aktion? Schwer vorstellbar, oder? Oder doch? Junge, mach es einfach.

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Der Wechsel – Wechselspiel – Starf + Suzan – 4

Suzans Griff lockert sich, ich nutze den Moment, drehe am Daumen ihre Finger vom Ring, „Aaaauuu!“, führe ihre Hand langsam an meine Lippen und spüre mit sanft drängender Zunge der pulsierenden Ader unter ihrer weichen, durchscheinenden Haut, an der Innenseite ihres schmalen Handgelenks nach.

„Oh, Du …“

Sanft schiebe ich sie in die Kabine – „Plateau“, lasse ihre Hand frei, und diesmal klappt der Schritt zurück. Sie zieht ihren Arm an sich, vor ihren Mund, die Kabine schließt, sie sieht mich an, und ich schmecke ihren Duft.

„Nachbrand, 15.“, beinahe glaube ich es selbst.

Abrupt senkt Suzan den Arm, ihren Kopf, und bewegt beide Hände hinter ihren Rücken.

„Bin bei Josey. Weiß noch nicht, ob ich später komme, ob die Zeit reicht, muss doch mal klar …“

Inmitten schier endlosem Gestänge taucht die Kabine nach unten ab, und verwundert schaue ich Suzan hinterher. Ihr Kopf ruckt in den Nacken, ein letzter Augen Blick. Wer ist Josey? Egal. Ist das Leben eine Ansammlung von Kapiteln? Welche haben Relevanz?

Zögernd wende ich mich zur Halle, der gleiche Anblick wie oben. Das läuft aus dem Ruder. Oder kippt es schon? Die nächste Kabine schießt mich zurück in die Höhe und ich verspüre überdeutlichen Druck an Darmausgang und Blase, ergänzt durch ein herzhaftes Knarzen im Magen. Hunger. Der Hunger kann warten, das Drängen in Darm und Blase weniger, denn einmal bewusst, verstärkt sich mein Bedürfnis nun exponentiell.

Die Kabine stoppt, öffnet, und ich drücke mich dicht an der Wand entlang in die gut gefüllte Halle. Ein kräftiger Hauch Ozon beißt sich entlang meiner Nasenflügel. Scheint kaum möglich, wieder auf die andere Seite zu gelangen. Dieser Strom aus schlafwandelnden Menschen. Diese Gesichter. Kein Zweifel. Der rosa Apfel. Ohne Scanner kann ich nicht einsteigen in die Illusion. Und der Ozongeruch? Muss ebenfalls warten. Zeit für ein wenig Magie; allerhöchste Zeit.

Ich streiche mit der Hand über die Wand neben dem Rundherum und während ich grinsend durch scheinbar transparentes Material in den Scanner schreite, brummt mir auch schon waberndes Tiefbassdröhnen in den Schädel und blendend rotes, rhythmisches Leuchten füllt mein Gesichtsfeld. Ohne Zögern schließe ich den Zugang – dieselbe, beiläufige Bewegung – , woraufhin das Rot zu einem hellen, gleichmäßigen Weiß wechselt und der Bass verstummt.

Ich renne weiter zum Nassraum, wische mit hektischem Wedeln die Schleusenzugänge auf, öffne den Beckenverschluss und hänge mich, Gewicht nach hinten verlagernd, in den Einfang. Ups, vorsichtig! Was gebrochen beim Sturz? Unsinn, nur die gezerrte Muskulatur. Entspann Dich. Mein entlasteter Schwanz streckt sich lässig in die Freifeldführung und auf

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