Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

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kakao schwimmer

stürmeerwischt in gepflügtenen eiligenheiten reigen wir uns von gegeneinanderer im zaum gehaltener hineingaben verschronnen vor dem kuntergrund trapetzerie wandelnder diesbezüge überfallenem jenseits vertrunken im partrickelndem seinschein splitterbuntem graureifs dich erspürend in pulserierenden gravuren deiner wunderwärmend lebendigen hand in hand über hand unter hand fest ineinander gleistend im ström regelent brassender witterwinderungen verschlungernder pfaden deiner stimme flauschig schwerenden samtfühlerungen gehörig - oh der umklang deiner stimme dieser stimme die mich sänftig herb fesselnd auflöst auflösend fesselt von moment zu moment von augenblick zu augenblick - der im widerstand meiner entschlossenen lippenhäute erregende andruck deiner prickelnde feuchte in meinen gemächtlich zöglichterloh nachgiebenden mund pressenden zunge nassrauhen lustfleisches kitzeln - dann die zeit die zeit die zeit die zeit in stillen gravuren deiner wundersam kühlenden hand verschollene gedanken an die geringerung der umhangenden zerrinnerung verrauntet im schlachentrief der gegebenenden unvergeblichtenen versinndet in dinglichtungen unendlichter ringschlüsse lichter dunklingenden - nein kein letztes mal der wärmende duft deiner weichenden nacken härchen

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Über dies

in: Im Scheinen der Dinge — Milbeaut Expeed 4 FX 24.3

Feuerabend in der Zivilisation Feuerabend in der Zivilisation

Die Fotografie in dieser Serie, ebenso wie die Fotografie in „Die Dinge die da sind“, illustriert nicht, jedenfalls nicht konzeptuell.
Mich interessiert die Situation als solche, das Licht, die Dinge und ihre visuelle Wirkung, ihre fotografische Interpretation, nicht die Situation als Komposition aus Requisiten, um durch die Fotografie einen Zusammenhang abzubilden, der außerhalb dieser Situation existiert.

Im Unterschied zu den Aufnahmen im Bereich „Die Dinge die da sind“, fotografiere ich für diese Serie mit einer hochauflösenden digitalen Spiegelreflexkamera.
Während also die einen Aufnahmen mit der Kamera eines Smartphones gemacht werden, mit einer Kamera fester Brennweite und relativ geringer Auflösung, die sich über ihre Positionierung hinaus in keiner Weise steuern lässt und die Entwicklung der Aufnahme als JPEG gleich mit übernimmt, das Fotografieren quasi einer Hightech Polaroid Lomografie gleicht, schafft die vielfältig steuerbare DSLR zusammen mit ihren Wechselobjektive Aufnahme- und Wiedergabemöglichkeiten, die so mit dem Smartphone nicht realisierbar sind, und ermöglicht dem Fotografen, wie in der analogen Film basierten Fotografie, die Entwicklung der RAW Daten - dem inhaltlichen Äquivalent des Negativs - zum fertigen Bild.

Im Fall der Smartphone Kamera sind auf Grund der unberechenbaren Umsetzung des gewählten Ausschnitts und der Lichtsituation durch die Kamera, teilweise mehrere Aufnahmen erforderlich, iterierend die Kamerahaltung korrigierend, bis da die eine Aufnahme entsteht, die so passt wie auf dem Monitor gesehen. Im Fall DSLR/RAW ist die Aufnahme geplant, eingestellt, abgestimmt, parametrisiert, die Umsetzung wesentlich zuverlässiger. Natürlich nehme ich auch hier mehrfach auf, jedoch aus anderem Grund, wie z.B. für Belichtungsreihen.

Die zu fotografierende Situation wird ausgesucht, jedoch nicht inszeniert. Die Situation existiert unabhängig von meinem Zutun, nicht jedoch meine Wahrnehmung und deren Inszenierung durch das Handling der Kamera.

In vielen Fällen würde eine fotografisch exakte Abbildung der vor Ort wahrgenommenen Situation, tatsächlich nicht der Wahrnehmung vor Ort entsprechen.
Das heißt, visuell würde das auf der Fotografie Abgebildete zwar in etwa dem entsprechen, was auch ursprünglich auf der Netzhaut ankommt, dessen Wahrnehmung also vor Ort Anlass für die Fotografie ist.
Das was auf der Netzhaut ankommt, ist jedoch meistens nicht das, was auch wahrgenommen wird. Das System Auge plus alle anderen Sinne plus Gehirn funktioniert anders als eine Fotografie, die zwar ein zweidimensionales, optisch korrektes Abbild liefert, losgelöst von der komplexen, vom Gehirn umfangreich gefilterten, ursprünglichen Situation, aber eben genau diese Filterung nicht so ohne weiteres reproduzieren kann.
Die Übertragung des vor Ort Wahrgenommenen in die Fotografie, geschieht durch Wahl von geeignetem Objektiv, Ausschnitt, Perspektive, Schärfeverlauf und Belichtung. Die resultierende zweidimensionale fotografische Abbildung gleicht der ursprünglichen Situation also nicht notwendigerweise visuell, wie allein vom Auge gesehen, sondern ist das Ergebnis des Versuchs mittels der Fotografie die Wirkung des vor Ort Wahrgenommenen, wie wahrgenommen und nicht nur wie gesehen zu reproduzieren.

Unter Umständen entsteht eine Aufnahme, die sogar stärker ist, als die vor Ort ursächlich wahrgenommene Situation, entsteht etwas Neues.
Insofern handelt es sich auch um keine dokumentarische Fotografie, wenngleich andererseits natürlich jegliche Fotografie, die nicht nachträglich manipuliert wurde, eine existierende Situation visuell abbildet, dokumentiert.

Meine Fotografie — Perspektive, Ausschnitt, Schärfe, Licht- und Farbumfang — entsteht durch das Fotografieren, nicht durch anschließende Bearbeitung, Verfremdung oder anderweitige Manipulation des digitalen Materials, mit dem Ziel erst durch diese Bearbeitung eine bestimmte, über die ursprüngliche Fotografie hinausgehende Aussage zu produzieren.

Die Aufnahme im RAW Format wird hinsichtlich Kontrast, Farbe und Schärfe, der erinnerten Situation entsprechend entwickelt, in einem Umfang der auf Methoden der analogen Fotografie basiert.

Die Titel funktionieren auf einer eigenen Ebene, stehen in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Aufnahme, jedoch in Beziehung zu dieser.

Der Farbraum der Fotografien ist ProPhoto RGB. Beim Betrachten in Browsern und Programmen die kein Farbmanagement beherrschen, sind grobe Farbabweichungen zu erwarten.

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Frosch seiner Selbst

„Ist da ein prinzipieller Unterschied zwischen dem Frosch als Signifikat, seinem Signifikanten und dem tatsächlich wahrgenommenem Frosch?
Ist nicht auch der Frosch nur ein Signifikant seines eigentlichen Selbst?
Und ist dies dann nicht auch für alles andere Sein ebenso zu deuten?
Und wo bleiben wir letztendlich?
Und für wie lange?
Und aus welchem

Xabu Iborian
Gründeln
Denn Grund ist für alle da!

Mehr als genug.

Grundfähigkeitsversicherung
Grundnahrungsmittel
Grundnährstoffe
Grundkenntnisse
Grundherrschaft
Grundversorgung
Grundförderung
Grundcharakter
Grundsicherung
Grundeinkommen
Grundvermögen
Grundsubstanz
Grundrauschen
Grundfunktion …

Grund?

Gottes Willkür?

Des Raumes Chiffren im Sturm der Zeit?


Unser Garten ist groß, und wir harrten.“


Hekthor Blaaser, „Vorausschauende Fragen stellen, ohne Rücksicht auf die Antworten.“, fro. 2213

Abbildung mit freundlicher Genehmigung von Herrn Schroedinger

Auf den ersten Blick

in: Die Dinge die da sind — B2G Revolution Live

Xabu Iborian | Auf den ersten Blick KommTier! | Auf | |

Eine Ahnung frühen Abendlichtes, klare, geborgene Wärme im Unbekannt verheißend, ein rein zufälliges, banales, nichtsdestoweniger hoch erotisches Zusammentreffen.
Das eifersüchtige Fahrrad, erscheint im Vordergrund im Hintergrund.
Am Rande, verzerrtes Ich.

Doch die inneren Werte dieses potentiellen Gefährten überzeugen mich weitaus weniger, als der äußere Schein.
Nicht einmal die Reflexionen von frühem Abendlicht können darüber hinweg täuschen.
Eine allein auf flüchtige Lust basierende Beziehung.
Dennoch kann ich dem Versuch nicht widerstehen, sie so wie wahrgenommen, festzuhalten.


Oder aber, Du vergisst die Texterei, vergisst ebenso, was Du in der Fotografie an Figuralem zu erkennen meinst, und versuchst, das Bild als Komposition zu sehen, als reine Komposition abgebildeter Formen und Flächen aus Farbe und Kontrast.

Auf den ersten Blick.

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Über dies

in: Die Dinge die da sind — B2G Revolution Live

Die 10 Hinweise Die 10 Hinweise

Hightech Lomografie.
So oder so ähnlich.

Das Aufnahmegerät ist ein Smartphone, das Revolution.
Dessen Spezifikation kann den Angaben des Herstellers, der kleinen, spanischen Firma Geeksphone entnommen werden.
Ich betreibe das Gerät mit Boot2Gecko. Boot2Gecko, das ist Firefox OS ohne Schutzmarke.

Der veröffentlichten Fotografie gehen Tests, Varianten, Annäherungen voraus. Da der Upload teilweise direkt vom Revolution und unmittelbar nach der Aufnahme erfolgt, live halt, ist eine Bearbeitung nicht mehr möglich. Unabhängig davon, ist sie von vornherein nicht gewollt, zumal auf Grund des Bildformates JPEG technisch selten sinnvoll.
Anders als bei der Fotografie im RAW Format, das nur einen relativen Farb- und Kontrastumfang wiedergibt, also erst noch zum Bild entwickelt werden muss, repräsentiert das JPEG bereits ein fertiges Bild mit absoluten Farb- und Kontrastwerten - noch dazu nicht verlustfrei komprimiert.
Die Aufnahme wird in diesem Fall von der in die Kamera integrierten Soft- und Hardware Parameter zum Bild entwickelt und nicht durch den Fotografen, so wie bei der RAW Fotografie oder der analogen, Negativ basierten Fotografie.
Die Entscheidung, ob ich mit dieser Entwicklung leben kann oder nicht, ob sich die unbearbeitete, bzw. von der Kamera entwickelte Aufnahme mir so perfekt wie möglich darstellt, führt im verneinenden Fall nicht zum Versuch einer nachträglichen Verschlimmbesserung des JPEG, sondern zum Verwerfen der Aufnahme.

Wie auch bei meiner Abstrakten Fotografie wird die Fotografie allein bestimmt durch den Umgang mit der Kamera und der vorhandenen, vorgefundenen Szenerie.
Das Vorhaben ist Fotografie, nicht nachträgliche Erarbeitung eines Bildes auf Basis einer Fotografie.

Bedeuten mir Motiv und Komposition genügend, so das Verwerfen auf Grund durch das Gerät bedingtem technischen Mangel oder minimalem Mangel im Ausschnitt der Aufnahme, bedauerlich wäre, versuche ich diesen Mangel zu beheben.
Dies betrifft einmal die schlechte Performance des Revolution, in Situationen mit ungenügend Licht; das Resultat ein nicht beabsichtigtes Farbrauschen. Beheben bedeutet Reduzierung des Farbrauschens. Ist das Ergebnis nicht akzeptabel, wird die Aufnahme dennoch verworfen.
Der andere Mangel betrifft diejenige spezielle Situation, die eine optimale Positionierung der Telefonkamera nicht ermöglicht, und die dadurch bedingte Schwächung der Komposition durch minimal in die Aufnahme ragende undifferenzierte Randelemente.
Diese Elemente werden retuschiert, abgewedelt oder nachbelichtet.
Führt dies zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis, wird die Aufnahme verworfen, oder der Mangel hingenommen.
Keine weitere Bearbeitung.

Thema ist einerseits das Fotografieren selbst. Das Fotografieren mit dieser Kamera.
Die Konstruktion und die beschränkten Möglichkeiten der Kamera führen zu einer speziellen Handhabung.
Eine geplante mögliche Interpretation, ein im Voraus festgelegtes inhaltliches Thema, über das Aufgenommene hinausgehend, ist nicht vorhanden.
Ich fotografiere nicht, um eine bestimmte vorher gedachte Aussage abzubilden. Die Aufnahme hat jedoch zwangsläufig eine Aussage. Diese kann, muss aber nicht gefunden und in Worte gefasst werden.
Ebenso das Motiv, die Situation für die Abbildung; sie zeigt sich, findet sich, oder eben nicht.
Entscheidend ist nicht das, was die Fotografie abbildet, sondern dessen Abbildung.
Das Thema der Aufnahme ist abstrakt, die Abbildung selbst ist realistisch.
Jede Fotografie steht für sich. Sie ist nicht Bestandteil einer Serie inhaltlich gleichartiger Aufnahmen.
Bildtitel und Bildtext sind Zusatz. Sie sind mal mehr, mal weniger eigenständig, erklärend, benennend, interpretierend, ergänzend, Bedeutung erfindend und zuweisend.


Ziel der Aufnahme ist, die Situation im beschränkten Rechteck so zu komponieren, dass der Eindruck der ursprünglichen, mit zwei Augen wahrgenommenen, viel umfassenderen Situation, sich bestmöglich in dieser Fläche vermittelt.
Prinzipiell nicht machbar, deshalb eine Übersetzung in die Geometrie der Fläche.

Eine Übersetzung jedoch derart, dass einerseits etwas Eigenständiges, Neues entsteht, unabhängig von der Situation, die abgebildet wurde, andererseits aber dennoch die Wahrnehmung der ursprünglichen Situation so weit als möglich transportiert.

Während des Ausrichtens der Kamera werden weniger Einzelheiten, sondern maßgeblich das im Rechteck der Vorschau Abgebildete als Ganzes wahrgenommen und abgeschätzt.
Sobald das Bild stimmt, zu stimmen scheint, wird ausgelöst.
Kontrolle und Wiederholung, iterierend bis zum Erfolg, oder wenn nicht machbar, Abbruch.


Was der andere Betrachter in der Aufnahme sehen mag, wird allerdings genauso unterschiedlich von der eigenen Wahrnehmung sein, wie dessen Wahrnehmung der Situation vor Ort.


Eigenart und Reiz bei diesem Gerät:
Die Vorschau weicht im Ausschnitt grob von der Aufnahme ab, und muss deshalb geschätzt werden, wie oben beschrieben.
Alle Parameter der Aufnahme lassen sich, sofern überhaupt, nur durch Ausrichtung der Kamera beeinflussen.
Einstellmöglichkeiten jeglicher Art existieren nicht.

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Von Zäunen und Tunneln

„Der Zaun um einen herum erlaubt, im Gegensatz zu einem Tunnel, auch den Durchblick und Rundblick nach allen Seiten, nicht nur, so wie innerhalb des Tunnels, den Blick nach vorne und nach hinten, sofern dort überhaupt ein Ausblick oder Rückblick möglich ist.

Über den Zaun lässt sich grundsätzlich an beliebiger Stelle hinweg klettern, er lässt sich überwinden, oftmals ist es sogar in Bereichen möglich, durch ihn hindurch zu schreiten.
Und selbst das nur an ihm hinauf Klettern, verschafft einen besseren Weitblick.

Versuchen Sie dies alles einmal in einem Tunnel.

Ein geeigneter Zaun kann mit Bildern verzaubert werden.
In einem Tunnel ist es zu dunkel für derartige Muße.
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Licht aus dritter Hand.

Es ist einfacher, den Zaun als solchen zu erkennen, als den Tunnel.

Sein Sie froh, wenn Sie nur mit Zäunen zu tun haben.

So oder so, sollten Zäune und Tunnel auf dem Weg unter allen Umständen gemieden oder aber durchdrungen werden.
Das bedeutet natürlich in letzter Konsequenz, sich diesem Konzept vollständig zu öffnen, und als solches ebenfalls hinter sich zu lassen.“


Kaskadenteil Chen, „Der Weg“, xib. 2203

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