Ξ  Xabu Iborian

Text Fotografie Video Graphitmalerei

Z e i t w a i s e

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Ich Bin Da (Bin Verkehr)

j0! Ich Bin Jetzt hier
und Gleich Bin Ich da
Dada Daten Verkehr
Ver Kehr
Ver Kehr
Ver Kehr

j0! Ich Bin Jetzt hier
und Gleich Bin Ich da
Dada Daten Verkehr
Ver Kehr
Ver Kehr
Ver Kehr

j0! Ich Bin jetzt hier
und Gleich bin Ich da
Dada Daten Verkehr
Ver Kehr
Ver Kehr
Ver Kehr

j0! Ich Bin Jetzt hier
und Gleich Bin Ich da
Dada Daten Verkehr
Ver Kehr
Ver Kehr
Ver Kehr

j0! Ich Bin Jetzt hier
und Gleich Bin Ich da
Dada Daten Verkehr
Ver Kehr
Ver Kehr
Ver Kehr

Buy myner Ehr

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kakao schwimmer

stürmeerwischt in gepflügtenen eiligenheiten reigen wir uns von gegeneinanderer im zaum gehaltener hineingaben verschronnen vor dem kuntergrund trapetzerie wandelnder diesbezüge überfallenem jenseits vertrunken im partrickelndem seinschein splitterbuntem graureifs dich erspürend in pulserierenden gravuren deiner wunderwärmend lebendigen hand in hand über hand unter hand fest ineinander gleistend im ström regelent brassender witterwinderungen verschlungernder pfaden deiner stimme flauschig schwerenden samtfühlerungen gehörig - oh der umklang deiner stimme dieser stimme die mich sänftig herb fesselnd auflöst auflösend fesselt von moment zu moment von augenblick zu augenblick - der im widerstand meiner entschlossenen lippenhäute erregende andruck deiner prickelnde feuchte in meinen gemächtlich zöglichterloh nachgiebenden mund pressenden zunge nassrauhen lustfleisches kitzeln - dann die zeit die zeit die zeit die zeit in stillen gravuren deiner wundersam kühlenden hand verschollene gedanken an die geringerung der umhangenden zerrinnerung verrauntet im schlachentrief der gegebenenden unvergeblichtenen versinndet in dinglichtungen unendlichter ringschlüsse lichter dunklingenden - nein kein letztes mal der wärmende duft deiner weichenden nacken härchen

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Gründeln

aber gründlich!

Denn Grund ist für alle da!

Mehr als genug.

Grundfähigkeitsversicherung
Grundnahrungsmittel
Grundnährstoffe
Grundkenntnisse
Grundherrschaft
Grundversorgung
Grundförderung
Grundcharakter
Grundsicherung
Grundeinkommen
Grundvermögen
Grundsubstanz
Grundrauschen
Grundfunktion
Grundkapital
Grundhaltung
Grundumsatz
Grundsolide
Grundgesetz
Grundsteuer
Grundschule
Grundschuld
Grundlegend
Grundfarben
Grundrechte
Grundierung
Grundwasser
Grundwissen
Grundwerte
Grundmenge
Grundrente
Grundmiete
Grundlohn
Grundbuch
Grundriss
Grundlage
Grundsatz
Grundzüge
Grundton
Grundeis
Grundlos
Grundig

Grund

Grunz ganz ohne Grund

42 Gründe und mehr und dann nichts mehr
.



[t]Grundrauschen[/t]

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Schach Matt

Geordnet im lichten Chaos
Durchs Treibhaus jagend
Den Gang des Lachens
Rückwärts laufend
In den Tag hinein
Im Endspurt
Entgegen dem Vergessen
Winkt fliehend
Lustvoll
Aus unweiter Ferne
Der Schnäppchen Tod
Dem Füllhorn Leben
Die fröhliche Grimasse
Strahlenden Seins
Verdrehender Tüten Schein
Durch das Dunkel Hell
Verschlossener Türen Zufall
Lockend dem Gewinner
Alles
und
Nichts
Gewährend
Was nicht schon gewesen
Jetzt und immerdar
In der Zeit Verlust
Die Wunden
Nur geleckt
Nie geheilt
Ertragen sich
Verbleibende
Stunden rund um die Uhr
Stehend im Galopp
Das blumige Ende
Ziellos erreicht
Auf Händen getragen
Zu Staub gebettet
In Liebe
Der Nächste bitte
Springer, Läufer, Turm
Schach und Matt
.

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Recalled

We are living by memories.
Memory sustains our existence.
We are naught but memories.

Just as we become aware
of some particular event
it is already begone.

Vanished but in volatile memory.

There is neither future, nor past.
Not even a presence.
There is just our memory.

When it fades, life expires.
When life expires, memories die.
When we die, consciousness ceases to exist.

Ultimately.

Nothing to recollect anymore.
No body that could recollect any more.

Death is the utter and irrevocable annihilation of all our memories.
Death is the capper of awareness.

In death we are reconciled.
In death we are recalled.

Connected.

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Unerwartet

Die ältere Dame mit schütterem weißen Haar.
Drei Jugendliche, die durch Europa reisen.
Die ältere Dame mit grimmigem Gesicht.
Drei Jugendliche, die ein Schlafquartier in Berlin suchen.
Die ältere Dame in ihrem Rollstuhl,
die in Zeitlupe den mint Flur entlang schleicht, vorbei an offenen Türen.
Drei Jugendliche im Zug, auf dem Weg von Amsterdam nach Berlin.
Die ältere, zeternde Dame,
die langsam auf beigem Linoleum Boden den Flur entlang gleitet.
Julia, die des Nachts am Bahnsteig drei Jugendliche begrüßt.
Die ältere Dame, die mir in der Enge des Flurs begegnet.
Drei Jugendliche, die in Julias Zimmer erschöpft zu Bett gehen.
Die ältere Dame, die zögerlich neben mir verharrt, neben der ich verharre,
„Kommen Sie zurecht?“, „Ja, nein, ja …“
Ein schlafloser Jugendlicher auf dem Balkon vor Julias Zimmer.
Die ältere Dame, die mich ansieht, deren Hände sich mir nähern;
die mich ratlos macht.
Der Jugendliche, verträumt in der schwülen Sommernacht Luft.
Die ältere Dame, die mit monotoner Stimme fordert:
„Nun lass Dich doch mal anfassen!“
Zwei Jugendliche, schlafend, in Julias Zimmer.
Die ältere Dame, die mich berührt,
meine Hand, meinen Arm, sanft streichelt.
Der Jugendliche auf der Brüstung am Balkon,
vor dem Zimmer, in dem seine Freunde schlafen.
Die ältere Dame mit dem liebevollen Gesicht.
Der schläfrige Jugendliche, überwältigt von den Sternen.
Die ältere Dame, die meinen Arm kuschelnd an ihre Wange führt
und zärtlich küsst.
Der Jugendliche, ausgestreckt auf Steinplatten.
Der Balkon vor Julias Zimmer in der fünften Etage.
Die ältere Dame, die mich glücklich ansieht und sagt, „Das war schön.“
Die Ärzte, der Jugendliche, das Leben, der Tod.
Die ältere Dame mit gramem Gesicht, die mich sprachlos macht.
Der Jugendliche, der leben wird; ein neues, anderes Leben.
Die ältere Dame, die verbittert in ihrem Rollstuhl den Flur entlang rollt,
vorbei an offenen Türen.
.

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teich

die forelle durchs nasse feuchte fleucht
der bieber bibbernd mit dem schwanze keucht

libellen lispeln lieblich im sonnenschein
quappen schwappen qualvoll ins land hinein

treibend bloß nur vom trieb getrieben
sich gleitend durch warme säfte wiegen

unter sämig tang schlingernder schlingen
unverhüllt leben umeinander ringen

in tiefem dunkel klamme kälte triefend
vergeblich stoßend sich ergießend

eng umgliedert leid erstaunter leere
entkommt ein letzter puls der schwere


regungslos gelöst erlöst
nur die stille bleibt

und befreiter wille
.

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Dunkelheit

Ich träumte vom Aufwachen, am hellichten Tage.

Erhob mich aus meinem warmen Bett,
schob die Zudecke beiseite,
schwang meine Beine über die Bettkante,
stand auf,
streckte mich,

öffnete meine schweren Lider,
senkte meinen Blick zu Boden,
fühlte, wie es dunkel wurde,
und
hörte meine Augen,
vor meinen Füßen,
auf dem Boden aufschlagen.

Das war das Ende.
Ich sah nicht mehr.
.

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Wund Brand

Empor
Aus der Seele
Sehnen Lust
Tiefer Sumpf
Unter
Fallenden Toren
Versagt Vergessen
Erblühen
Türme aus Glas
Im Unablässig
Strömenden Wasser
Verletzter Gefühle
Übermacht
Erdrückender Schwäche
Reglos im Einklang
Aufleuchtender Klarheit
Düsteren Funkelns
Bunt Brennend
In die Wirklichkeit
Duftender Farben
Aufruhr
Erbrochener
Trauer
Ohne Ausweg
Im
Gespalten Graben
Schweben Rausch
In
Gerissen Verzerrter
Wunden Schwele
Im
Vernarbten Glück
Rohen
Vergebens
.

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Grenzen Los

Des Hetzen Grenzen
Hetzen Mich
Zu Tode
In Samen
Blühen
Der Unnachgiebigkeit
Sinn
Zerspringt die Welt
In verletzte Töne
An Dauernder
Resonanz
Im freien Fall
Der Seelen
Heulender
Träume Schwingen
Giert das Leben
Leben
In nacktem Aussetzen
Entsetztem Schmerz
Nach Mehr
Im Meer
Der Zeit
Geronnen
Kein Anfang
Ohne Ende
Versklavt im Ich
Durch Spiegel
Schreitend
Unverhüllter Hülle
Erstickend
Last des Seins
Erdrücken
Tanzend zu entfliehen
Entgegen
Verführen
Der Fluchtpunkte
Grenzen
Loser
Freiheit
Zurück
Auf
Gelöst
Im Nichts
Vereinigt
Mit Allem
Im Eins
.

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Puppen

Puppen tanzen
Im golden Reigen
Grün getrimmter Blätter
Verkommen
Im rosa Strudel
Unkontrollierten
Verlangens Strom
Sich ergießend
In Abgründe
Der Freude
Lachend Verdrängten
Schmerzens Lüge
Erkenntnis durchdrungen
Von letzter Hoffnung
Dem Ende
Sich bereitend
In weitreichender
Umarmung Gefühl
Aufschwingender Klänge
Im Rhythmus
Unsäglichen Nichts
.

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